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Business Administration

Fachleute für Business Administration, meist Betriebswirtinnen und Betriebswirte mit Studium, planen, steuern und kontrollieren die kaufmännischen Abläufe eines Unternehmens, etwa in Controlling, Rechnungswesen, Personal, Einkauf oder Vertrieb.

Das Berufsbild

Was macht man in der Business Administration?

Business Administration ist der englische Begriff für Betriebswirtschaft. Wer in diesem Feld arbeitet, kümmert sich um die kaufmännische Seite eines Unternehmens. Das kann sehr Unterschiedliches bedeuten: Im Controlling werden Budgets geplant, Abweichungen analysiert und Monatsberichte für die Geschäftsführung erstellt. Im Rechnungswesen geht es um Buchungen, Jahresabschlüsse und Steuerfragen. Im Einkauf werden Lieferanten verglichen und Verträge verhandelt, im Vertrieb Preise kalkuliert und Kundendaten ausgewertet. In der Personalabteilung stehen Stellenausschreibungen, Gehaltsabrechnung und Arbeitsverträge an. Ein großer Teil der Arbeit findet am Rechner statt: Tabellenkalkulationen, ERP-Systeme wie SAP, Präsentationen und viele Besprechungen. Wer in kleineren Betrieben arbeitet, deckt oft mehrere dieser Bereiche gleichzeitig ab, in Konzernen ist die Arbeit stärker spezialisiert.

Wie wird man Betriebswirtin oder Betriebswirt?

Der übliche Weg ist ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre oder Business Administration an einer Universität oder Hochschule, das meist sechs bis sieben Semester dauert. Viele hängen einen Master an, vor allem wenn sie in Beratung, Konzernen oder später in Führungspositionen wollen. Duale Studiengänge verbinden das Studium mit festen Praxisphasen in einem Betrieb und werden bereits während des Studiums vergütet. Ohne Studium führt der Weg über eine kaufmännische Ausbildung, etwa zur Industriekauffrau oder zum Bürokaufmann, und eine spätere Weiterbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt oder zur Geprüften Betriebswirtin nach IHK. Diese Weiterbildungen sind berufsbegleitend möglich und dauern zwei bis vier Jahre. Für Menschen nach einer Elternzeit oder Umsteiger gibt es zudem Fernstudiengänge, die allerdings viel Selbstdisziplin erfordern.

Was der Beruf verlangt

Körperlich ist die Arbeit wenig belastend, dafür sitzt man den größten Teil des Tages. Gefragt sind ein sicherer Umgang mit Zahlen, Genauigkeit und die Fähigkeit, Sachverhalte verständlich aufzubereiten. Englisch wird in vielen Unternehmen vorausgesetzt. Die Arbeitszeiten sind meist regelmäßig, zu Monats- und Jahresabschlüssen oder vor Budgetrunden fallen aber oft Überstunden an. In Unternehmensberatungen und in manchen Konzernabteilungen sind lange Tage und Reisen normal. Schwer fällt vielen die Konkurrenz: BWL gehört zu den am häufigsten gewählten Studienfächern, entsprechend viele Bewerbungen landen auf attraktiven Stellen. Ein reiner Abschluss ohne Praktika oder Schwerpunkt reicht oft nicht, um sich abzuheben. Zudem besteht der Alltag zu einem guten Teil aus Routine, Abstimmungen und Berichten, die nicht jeden ausfüllen.

Aussichten

Kaufmännische Fachleute werden in nahezu jeder Branche gebraucht, die Arbeitslosigkeit unter Betriebswirten ist niedrig. Besonders gesucht sind Spezialisierungen in Controlling, Steuern, Rechnungswesen und Wirtschaftsinformatik sowie Kenntnisse in Datenanalyse. Einfache Verwaltungs- und Buchungsaufgaben werden zunehmend automatisiert, was reine Sachbearbeitung unter Druck setzt. Entwicklungswege führen in die Teamleitung, Abteilungsleitung oder kaufmännische Geschäftsführung, alternativ in die Selbstständigkeit als Beraterin oder Interim-Manager. Mit Zusatzqualifikationen wie dem Bilanzbuchhalter oder dem Steuerberaterexamen lassen sich gefragte Nischen besetzen.

Aufgaben

  • Budgets planen und Kostenabweichungen analysieren
  • Monats- und Quartalsberichte für die Geschäftsführung erstellen
  • Geschäftsvorfälle buchen und Jahresabschlüsse vorbereiten
  • Angebote von Lieferanten vergleichen und Verträge verhandeln
  • Preise kalkulieren und Verkaufszahlen auswerten
  • Personalplanung und Gehaltsabrechnung begleiten
  • Daten in ERP-Systemen wie SAP pflegen und auswerten
  • Projekte koordinieren und Entscheidungsvorlagen vorbereiten

Voraussetzungen

  • Studium der Betriebswirtschaftslehre oder kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung zum Betriebswirt
  • Sicherer Umgang mit Zahlen und Tabellenkalkulation
  • Gute Englischkenntnisse, in vielen Unternehmen verhandlungssicher
  • Sorgfalt und analytisches Denken
  • Fähigkeit, Ergebnisse verständlich zu präsentieren
  • Praktika oder Berufserfahrung für einen erfolgreichen Einstieg

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre oder Business Administration von sechs bis sieben Semestern, oft ergänzt durch einen Master von zwei bis vier Semestern. Alternativ führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließender berufsbegleitender Weiterbildung zum Geprüften Betriebswirt (IHK) oder Staatlich geprüften Betriebswirt in das Feld.

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen
  • Handelsunternehmen
  • Banken und Versicherungen
  • Unternehmensberatungen
  • Öffentliche Verwaltung
  • Kleine und mittlere Betriebe aller Branchen

Was du als Business Administration verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
3.900 € 3.200 – 4.700 €
Mit Berufserfahrung
5.200 € 4.300 – 6.500 €
Mit langjähriger Erfahrung
7.200 € 5.800 – 9.500 €

Das Gehalt hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Abschluss ab: Großunternehmen mit Tarifbindung, etwa nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie, sowie Banken und Beratungen zahlen deutlich mehr als kleine Betriebe und der Handel. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach TVöD oder TV-L, mit Bachelor meist ab Entgeltgruppe 9b, mit Master ab Entgeltgruppe 13.

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