Fachinformatiker für Systemintegration
Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker für Systemintegration planen, installieren und betreuen IT-Systeme und Netzwerke in Unternehmen und Behörden. Sie sorgen dafür, dass Server, Arbeitsplätze und Verbindungen laufen, und helfen, wenn etwas ausfällt.
Das Berufsbild
Was macht ein Fachinformatiker für Systemintegration?
Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker für Systemintegration richten die technische Infrastruktur eines Betriebs ein und halten sie am Laufen. Dazu gehört, Server aufzusetzen, Benutzerkonten und Berechtigungen zu verwalten, Netzwerke mit Switches, Routern und Firewalls zu konfigurieren und Backups einzurichten. Ein großer Teil des Alltags ist Support: Ein Drucker druckt nicht, ein Laptop startet nicht, die VPN-Verbindung bricht ab. Solche Störungen kommen über ein Ticketsystem oder per Telefon herein und werden nach Dringlichkeit abgearbeitet. Daneben laufen Projekte, etwa die Umstellung auf eine neue Windows-Version, der Umzug von Diensten in die Cloud oder der Aufbau eines neuen Standorts. Updates einspielen, Sicherheitslücken schließen, Systeme überwachen und die eigene Arbeit dokumentieren gehören fest dazu. Wer bei einem IT-Dienstleister arbeitet, betreut oft mehrere Kundenbetriebe und ist auch vor Ort unterwegs.
Wie wird man Fachinformatiker für Systemintegration?
Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung von drei Jahren, die mit der Prüfung vor der IHK endet. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sie sich auf zweieinhalb oder zwei Jahre verkürzen. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen viele Betriebe bevorzugt Bewerberinnen und Bewerber mit Abitur oder Fachhochschulreife ein. Für Umsteiger gibt es Umschulungen, häufig über die Agentur für Arbeit gefördert, die in etwa zwei Jahren zum selben Abschluss führen. Wer bereits Berufserfahrung in der IT hat, kann über die Externenprüfung zugelassen werden. Quereinstiege ohne Abschluss sind möglich, etwa über den Helpdesk, werden aber seltener, weil viele Arbeitgeber den IHK-Abschluss erwarten.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt, unterbrochen von Gängen zu Arbeitsplätzen, ins Serverraum oder zu Kunden. Körperlich ist das wenig belastend, gelegentlich müssen aber Geräte getragen oder Kabel verlegt werden. Belastend ist eher der Druck: Fällt ein zentrales System aus, stehen ganze Abteilungen still, und die Lösung wird sofort erwartet. Wartungsarbeiten finden oft abends oder am Wochenende statt, und in vielen Betrieben gibt es Rufbereitschaft. Im Support kommt der Umgang mit ungeduldigen oder gestressten Nutzern hinzu. Die Technik ändert sich ständig, wer nicht regelmäßig dazulernt, ist nach wenigen Jahren nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Englisch wird gebraucht, weil Dokumentationen und Fehlermeldungen meist auf Englisch sind.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Nahezu jeder Betrieb ab einer gewissen Größe braucht Menschen, die seine IT betreuen, und auch Behörden, Schulen und Krankenhäuser suchen Personal. Wer nur im einfachen Support bleibt, kommt allerdings gehaltlich schnell an eine Grenze. Entwicklungsmöglichkeiten bieten Spezialisierungen in Netzwerktechnik, IT-Sicherheit, Cloud-Plattformen oder Virtualisierung, oft belegt durch Herstellerzertifikate. Aufstiegsfortbildungen wie der Geprüfte IT-Spezialist oder der Bachelor Professional in IT führen in Richtung Projektleitung oder Teamleitung. Auch ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik ist nach der Ausbildung möglich, berufsbegleitend oder in Vollzeit.
Aufgaben
- Server, Arbeitsplatzrechner und Software installieren und einrichten
- Netzwerke, Firewalls und VPN-Zugänge konfigurieren
- Benutzerkonten und Zugriffsrechte verwalten
- Störungen über das Ticketsystem annehmen und beheben
- Updates und Sicherheitspatches einspielen
- Datensicherungen einrichten und prüfen
- Systeme überwachen und Ausfälle analysieren
- Konfigurationen und Abläufe dokumentieren
Voraussetzungen
- Mittlerer Schulabschluss, in vielen Betrieben Abitur oder Fachhochschulreife bevorzugt
- Interesse an Technik und logisches, systematisches Denken
- Gute Englischkenntnisse zum Lesen technischer Dokumentationen
- Geduld und Freundlichkeit im Umgang mit Nutzern
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Einsätzen außerhalb der Kernarbeitszeit
- Bereitschaft, sich laufend weiterzubilden
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine duale Ausbildung von drei Jahren in Betrieb und Berufsschule, die mit der IHK-Abschlussprüfung zum Fachinformatiker für Systemintegration endet. Mit Abitur ist eine Verkürzung auf zwei bis zweieinhalb Jahre möglich. Umschulungen führen in etwa zwei Jahren zum selben Abschluss.
Wo man arbeitet
- IT-Abteilungen von Unternehmen
- IT-Dienstleister und Systemhäuser
- Rechenzentren und Cloud-Anbieter
- Öffentliche Verwaltung und kommunale IT-Dienstleister
- Krankenhäuser, Hochschulen und Schulträger
- Telekommunikationsunternehmen
Was du als Fachinformatiker für Systemintegration verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 3.200 € 2.800 – 3.700 €
- Mit Berufserfahrung
- 3.900 € 3.300 – 4.600 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 4.800 € 4.100 – 5.800 €
Das Gehalt hängt stark von Branche, Betriebsgröße und Region ab: Kleine Systemhäuser zahlen oft deutlich weniger als Industrie, Banken oder Konzerne in Süddeutschland. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, in der Metall- und Elektroindustrie der jeweilige Tarifvertrag der IG Metall; Rufbereitschaft und Wochenendeinsätze werden meist zusätzlich vergütet.
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