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IT & Software

Fachinformatiker Systemintegration

Fachinformatiker für Systemintegration planen, installieren und betreuen IT-Systeme und Netzwerke in Unternehmen und Behörden. Sie sorgen dafür, dass Server, Arbeitsplätze und Netze laufen, und helfen, wenn etwas ausfällt.

Das Berufsbild

Was macht ein Fachinformatiker Systemintegration?

Fachinformatiker für Systemintegration richten die technische Infrastruktur eines Betriebs ein und halten sie am Laufen. Dazu gehören Server, Netzwerke, Firewalls, Speichersysteme, Telefonanlagen und die Rechner an den Arbeitsplätzen. Ein typischer Tag besteht aus geplanten Arbeiten wie dem Einspielen von Updates, dem Anlegen von Benutzerkonten oder dem Aufsetzen virtueller Maschinen, und aus ungeplanten: Ein Drucker druckt nicht, ein Mitarbeiter kommt nicht ins VPN, ein Server meldet volle Festplatten. Ein großer Teil der Arbeit ist Support, also Fehlersuche am Telefon, per Fernwartung oder vor Ort. Hinzu kommen Dokumentation, das Prüfen von Backups, das Einrichten von Cloud-Diensten wie Microsoft 365 und zunehmend Aufgaben in der IT-Sicherheit. In IT-Dienstleistern betreuen sie mehrere Kunden gleichzeitig, in großen Unternehmen sind sie oft auf einen Bereich wie Netzwerk oder Server spezialisiert.

Wie wird man Fachinformatiker Systemintegration?

Der übliche Weg ist die duale Ausbildung über drei Jahre mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen aber Bewerber mit mittlerer Reife oder Abitur ein. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Für Quereinsteiger gibt es Umschulungen von etwa zwei Jahren, die häufig von der Agentur für Arbeit gefördert werden. Wer bereits lange in der IT arbeitet, kann unter bestimmten Voraussetzungen als Externer zur Prüfung zugelassen werden. Ein Studium ist für den Beruf nicht nötig, aber eine mögliche Fortsetzung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend sitzend, aber nicht nur: Rechner werden geschleppt, Kabel in Serverräumen verlegt, Geräte unter Schreibtischen angeschlossen. Belastend ist weniger die körperliche Seite als der Druck bei Störungen. Fällt ein zentrales System aus, steht oft ein ganzer Betrieb still, und alle Anfragen landen gleichzeitig bei der IT. Wartungsarbeiten finden häufig abends oder am Wochenende statt, viele Stellen sehen Rufbereitschaft vor. Im Support ist Geduld mit Menschen gefragt, die technische Probleme nicht genau beschreiben können. Die Technik ändert sich schnell, wer nicht ständig dazulernt, ist nach wenigen Jahren nicht mehr auf dem Stand. Englischkenntnisse sind nötig, weil Dokumentationen und Fehlermeldungen meist englisch sind. In kleinen IT-Abteilungen trägt eine einzelne Person oft viel Verantwortung ohne Vertretung.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil, weil nahezu jede Organisation IT-Infrastruktur betreibt und Fachkräfte in der IT knapp sind. Wegen der großen Zahl an Absolventen und Umschülern ist der Einstieg ohne Berufserfahrung allerdings nicht immer leicht, und reine Supportstellen werden vergleichsweise niedrig bezahlt. Deutlich besser sind die Aussichten nach einer Spezialisierung, etwa auf Netzwerke, Cloud-Plattformen, Virtualisierung oder IT-Sicherheit, häufig belegt durch Herstellerzertifikate. Aufstiegsfortbildungen wie der geprüfte IT-Spezialist oder der Bachelor Professional in IT führen zu Projekt- und Leitungsaufgaben. Ebenso möglich ist ein berufsbegleitendes Studium der Informatik.

Aufgaben

  • Server, Netzwerke und Arbeitsplatzrechner installieren und einrichten
  • Benutzerkonten, Rechte und E-Mail-Postfächer verwalten
  • Störungen per Telefon, Fernwartung oder vor Ort beheben
  • Updates und Sicherheitspatches einspielen
  • Datensicherungen einrichten und regelmäßig prüfen
  • Firewalls, VPN-Zugänge und WLAN konfigurieren
  • Systeme und Netzpläne dokumentieren
  • Hardware und Software für neue Projekte auswählen und anbieten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Berufsausbildung oder Umschulung mit IHK-Prüfung, in der Praxis meist mittlere Reife oder Abitur als Einstieg
  • Technisches Verständnis und Freude an systematischer Fehlersuche
  • Englischkenntnisse zum Lesen von Dokumentationen
  • Geduld und Verständlichkeit im Umgang mit Anwendern
  • Bereitschaft zu ständiger Weiterbildung
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Arbeiten außerhalb der Kernzeiten
  • Führerschein oft gewünscht, vor allem bei Dienstleistern mit Kundeneinsätzen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule, die mit der IHK-Abschlussprüfung zum Fachinformatiker für Systemintegration endet. Quereinsteiger erreichen denselben Abschluss über eine etwa zweijährige Umschulung. Danach sind Fortbildungen wie der Bachelor Professional in IT oder ein Studium möglich.

Wo man arbeitet

  • IT-Dienstleister und Systemhäuser
  • IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • Behörden und Kommunalverwaltungen
  • Rechenzentren und Cloud-Anbieter
  • Krankenhäuser, Hochschulen und Schulträger
  • Telekommunikationsunternehmen

Was du als Fachinformatiker Systemintegration verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
3.100 € 2.700 – 3.500 €
Mit Berufserfahrung
3.900 € 3.300 – 4.600 €
Mit langjähriger Erfahrung
4.900 € 4.200 – 6.000 €

Das Gehalt hängt stark von Branche und Betriebsgröße ab: Kleine Systemhäuser und reine Supportstellen zahlen deutlich weniger als Großunternehmen, etwa in der Metall- und Elektroindustrie nach IG-Metall-Tarif, oder Banken und Versicherungen. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, meist mit Eingruppierung um die Entgeltgruppen 8 bis 10, und Spezialisierungen wie IT-Sicherheit oder Cloud heben das Gehalt spürbar.

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