Kaufmännische Berufe & Verwaltung
Hotelfachfrau
Hotelfachfrauen und Hotelfachmänner arbeiten in allen Bereichen eines Hotels: an der Rezeption, im Service, im Housekeeping und in der Verwaltung. Sie empfangen Gäste, organisieren Abläufe und sorgen dafür, dass Zimmer, Restaurant und Buchungen funktionieren.
Das Berufsbild
Was macht eine Hotelfachfrau?
Hotelfachleute sind die Allrounder im Hotel. An der Rezeption checken sie Gäste ein und aus, vergeben Zimmer, nehmen Reservierungen per Telefon, E-Mail und Buchungsportal an, erstellen Rechnungen und kassieren. Sie beantworten Fragen, nehmen Beschwerden entgegen und vermitteln zwischen Gast und Haustechnik, wenn die Heizung ausfällt oder ein Zimmer nicht sauber ist. Im Restaurant und beim Frühstück decken sie ein, nehmen Bestellungen auf, servieren Speisen und Getränke und beraten zur Weinauswahl. Im Housekeeping kontrollieren sie gereinigte Zimmer, planen den Einsatz des Reinigungspersonals und verwalten Wäsche und Verbrauchsmaterial. Dazu kommen Büroarbeiten: Bankett- und Tagungsanfragen bearbeiten, Angebote schreiben, Lagerbestände prüfen, Waren bestellen und Dienstpläne vorbereiten. In kleinen Häusern wechseln die Aufgaben oft innerhalb einer Schicht, in großen Hotels spezialisieren sich Hotelfachleute meist auf eine Abteilung.
Wie wird man Hotelfachfrau?
Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung in einem Hotel mit Unterricht an der Berufsschule. Die Ausbildungsordnung wurde 2022 überarbeitet; wer stärker kaufmännisch arbeiten will, kann alternativ die Ausbildung zur Kauffrau für Hotelmanagement wählen. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben, viele Betriebe stellen aber bevorzugt Bewerberinnen mit mittlerem Abschluss oder Abitur ein. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Quereinsteigende aus Service oder Empfang können über die Externenprüfung bei der IHK zum Abschluss kommen, wenn sie ausreichend Berufspraxis nachweisen. Gute Englischkenntnisse sind fast überall gefragt, in Ferienregionen und Stadthotels oft eine weitere Fremdsprache.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit läuft im Schichtdienst, am Wochenende und an Feiertagen, also gerade dann, wenn andere frei haben. Frühdienst an der Rezeption beginnt oft vor sechs Uhr, Spätdienst im Restaurant endet nach Mitternacht, in manchen Häusern gehören Nachtschichten dazu. Teildienste mit langer Pause in der Mitte des Tages sind in der Gastronomie verbreitet. Im Service ist die Arbeit körperlich anstrengend: stundenlanges Stehen und Laufen, Tragen von Tabletts und Geschirr. In der Saison oder bei Personalmangel fallen Überstunden an. Freundlichkeit wird auch dann erwartet, wenn Gäste unhöflich sind oder sich beschweren, und das kostet auf Dauer Kraft. Gemessen an der Verantwortung und den Arbeitszeiten ist die Bezahlung niedrig, gerade in nicht tarifgebundenen Betrieben. Wer in der Branche bleibt, braucht Belastbarkeit, Organisationstalent und die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck den Überblick zu behalten.
Aussichten
Die Hotellerie sucht seit Jahren dringend Fachkräfte, viele Häuser finden kaum Auszubildende. Ausgebildete Hotelfachleute haben deshalb gute Chancen auf eine Stelle, in Deutschland wie im Ausland, und können zwischen Stadthotel, Ferienresort und Kette wählen. Die hohe Nachfrage hat in manchen Betrieben zu besseren Arbeitsbedingungen geführt, etwa zu Vier-Tage-Wochen oder planbareren Dienstplänen, branchenweit ist das aber nicht die Regel. Aufstieg ist über Berufserfahrung möglich, etwa zur Empfangschefin, Hausdame oder Abteilungsleiterin. Weiterbildungen zur Hotelbetriebswirtin an einer Hotelfachschule oder zur geprüften Fachwirtin im Gastgewerbe öffnen den Weg ins mittlere Management. Viele wechseln später in angrenzende Bereiche wie Eventmanagement, Tourismus, Systemgastronomie oder Vertrieb bei Hotelketten und Buchungsplattformen.
Aufgaben
- Gäste empfangen, ein- und auschecken und Zimmer zuteilen
- Reservierungen über Telefon, E-Mail und Buchungsportale bearbeiten
- Rechnungen erstellen und Zahlungen abwickeln
- Im Restaurant und beim Frühstück servieren und Gäste beraten
- Gereinigte Zimmer kontrollieren und das Housekeeping einteilen
- Bankette und Tagungen planen und Angebote schreiben
- Waren bestellen, Lager kontrollieren und Bestände erfassen
- Beschwerden entgegennehmen und Lösungen organisieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene dreijährige Ausbildung als Hotelfachfrau oder Hotelfachmann
- Englischkenntnisse, oft eine weitere Fremdsprache
- Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Tragen im Service
- Freundliches Auftreten und Geduld auch bei schwierigen Gästen
- Sicherer Umgang mit Kasse, Buchungssoftware und Zahlen
- Gesundheitszeugnis bzw. Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz für die Arbeit mit Lebensmitteln
Der Weg in den Beruf
Die duale Ausbildung zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann dauert drei Jahre und endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Mit Abitur oder sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zwei bis zweieinhalb Jahre möglich. Quereinsteigende mit langjähriger Praxis im Gastgewerbe können über die Externenprüfung zum Abschluss kommen.
Wo man arbeitet
- Stadthotels und Businesshotels
- Ferien- und Wellnesshotels
- Hotelketten und Resorts
- Tagungs- und Kongresshäuser
- Kreuzfahrtschiffe
- Kurkliniken und Seniorenresidenzen mit Hotelbetrieb
Was du als Hotelfachfrau verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 2.600 € 2.300 – 2.900 €
- Mit Berufserfahrung
- 2.850 € 2.500 – 3.300 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 3.500 € 3.000 – 4.300 €
Das Gehalt hängt vor allem davon ab, ob der Betrieb an die regionalen Entgelttarifverträge für das Hotel- und Gaststättengewerbe zwischen DEHOGA-Landesverband und Gewerkschaft NGG gebunden ist und in welchem Bundesland er liegt; viele kleinere Häuser zahlen ohne Tarif nur knapp über dem Mindestlohn. Große Kettenhotels und gehobene Häuser zahlen meist besser, Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit sowie Trinkgeld im Service können das Einkommen spürbar erhöhen.
Gehalt als Hotelfachfrau nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →
Offene Stellen als Hotelfachfrau
Alle Anzeigen zu diesem Beruf →-
Ausbildung
-
Ausbildung
-
Ausbildung
-
Ausbildung
-
Ausbildung
-
Ausbildung