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Bau & Immobilien

Immobilienmakler

Immobilienmakler vermitteln Wohnungen, Häuser, Grundstücke und Gewerbeflächen zwischen Eigentümern und Käufern oder Mietern. Bezahlt werden sie meist über eine Provision, die nur bei erfolgreichem Abschluss fällig wird.

Das Berufsbild

Was macht ein Immobilienmakler?

Ein Immobilienmakler bringt Verkäufer und Käufer oder Vermieter und Mieter zusammen. Die Arbeit beginnt mit der Akquise: Eigentümer finden, die verkaufen wollen, und sie davon überzeugen, den Auftrag zu vergeben. Danach folgt die Bewertung des Objekts anhand von Lage, Zustand, Vergleichspreisen und Bodenrichtwerten. Der Makler besorgt Unterlagen wie Grundbuchauszug, Energieausweis, Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlung, lässt Fotos und Grundrisse anfertigen und schreibt das Exposé. Anschließend stellt er das Angebot in Portale ein, beantwortet Anfragen, prüft die Bonität von Interessenten und führt Besichtigungen durch, oft mehrere am Tag. Am Ende verhandelt er den Preis, bereitet den Notartermin vor und begleitet die Übergabe. Ein großer Teil der Zeit geht in Telefonate, E-Mails und Fahrten.

Wie wird man Immobilienmakler?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Wer selbstständig Immobilien vermittelt, braucht eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung. Dafür verlangt die Behörde geordnete Vermögensverhältnisse, ein sauberes Führungszeugnis und keinen Eintrag im Schuldnerverzeichnis. Eine Sachkundeprüfung ist nicht vorgeschrieben, wohl aber eine Weiterbildung von 20 Stunden in drei Jahren. Der solide Einstieg ist die dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann. Viele kommen als Quereinsteiger aus Vertrieb, Bank, Versicherung oder Bauwesen und erwerben Fachwissen über Lehrgänge wie den geprüften Immobilienmakler (IHK). Möglich ist auch ein Studium der Immobilienwirtschaft, das eher in Bewertung, Projektentwicklung oder Verwaltung führt.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist Vertrieb. Wer keinen Abschluss macht, verdient oft wenig, denn Einkommen hängt bei vielen Stellen stark an der Provision. Monate ohne Verkauf sind normal, besonders wenn der Markt schwach ist. Besichtigungen finden abends und am Wochenende statt, weil Interessenten dann Zeit haben. Der Umgang mit Absagen gehört zum Alltag: Eigentümer wechseln zur Konkurrenz, Käufer springen kurz vor dem Notartermin ab, Finanzierungen platzen. Hinzu kommt das schlechte Ansehen der Branche, gegen das sich Makler durch saubere Arbeit behaupten müssen. Gefragt sind Verhandlungsgeschick, ein sicheres Auftreten, Kenntnisse im Miet-, Kauf- und Baurecht sowie die Fähigkeit, sich selbst zu organisieren. Ein Führerschein ist praktisch unverzichtbar.

Aussichten

Die Nachfrage nach Maklern schwankt mit dem Immobilienmarkt. Nach dem Anstieg der Bauzinsen 2022 sind die Verkaufszahlen deutlich eingebrochen, viele Maklerbüros haben Personal abgebaut, inzwischen erholt sich der Markt langsam. Bei der Vermietung ist das Geschäft seit dem Bestellerprinzip von 2015 kleiner geworden, weil meist der Vermieter zahlt. Beim Kauf wird die Provision seit 2020 bei Wohnimmobilien in der Regel geteilt. Gute Chancen haben Makler mit regionaler Marktkenntnis und Spezialisierung, etwa auf Gewerbe, Anlageobjekte oder Bewertung. Aufstiegswege führen zur Büroleitung, in die Selbstständigkeit, in die Hausverwaltung oder über Weiterbildungen zum Immobilienfachwirt oder Sachverständigen für Immobilienbewertung.

Aufgaben

  • Eigentümer akquirieren und Vermittlungsaufträge abschließen
  • Marktwert von Wohnungen, Häusern und Grundstücken ermitteln
  • Unterlagen wie Grundbuchauszug und Energieausweis beschaffen
  • Exposés erstellen und Angebote in Immobilienportale einstellen
  • Besichtigungen mit Interessenten durchführen
  • Bonität von Kauf- und Mietinteressenten prüfen
  • Kaufpreise und Mietkonditionen verhandeln
  • Notartermine vorbereiten und Objektübergaben begleiten

Voraussetzungen

  • Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung bei selbstständiger Tätigkeit
  • Geordnete Vermögensverhältnisse und einwandfreies Führungszeugnis
  • Nachweis von 20 Stunden Weiterbildung in drei Jahren
  • Verhandlungsgeschick und sicheres Auftreten
  • Grundkenntnisse im Miet-, Kauf- und Baurecht
  • Belastbarkeit bei schwankendem, provisionsabhängigem Einkommen
  • Führerschein Klasse B

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann mit IHK-Abschluss. Quereinsteiger erwerben Fachwissen oft über mehrmonatige Lehrgänge wie den geprüften Immobilienmakler (IHK). Für die selbstständige Tätigkeit ist zusätzlich die Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung nötig.

Wo man arbeitet

  • Maklerbüros
  • Franchise-Maklerketten
  • Immobilienabteilungen von Banken und Sparkassen
  • Wohnungsbaugesellschaften
  • Bauträger und Projektentwickler
  • Selbstständig im eigenen Büro

Was du als Immobilienmakler verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
3.000 € 2.400 – 3.800 €
Mit Berufserfahrung
4.000 € 3.000 – 5.800 €
Mit langjähriger Erfahrung
5.200 € 3.800 – 8.500 €

Das Einkommen hängt vor allem vom Provisionsanteil, der Region und der Marktlage ab: Angestellte erhalten meist ein Fixum plus Provision, bei hohem Provisionsanteil sind starke Schwankungen von Jahr zu Jahr üblich. Ein Tarifvertrag gilt in Maklerbüros selten; nur bei tarifgebundenen Unternehmen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft greift der Tarifvertrag für die Immobilienwirtschaft.

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