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Technik & Ingenieurwesen

Industriemechaniker am

Industriemechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen und Produktionsanlagen in der Industrie. Sie sorgen dafür, dass Fertigungslinien laufen, und greifen ein, wenn eine Anlage stillsteht.

Das Berufsbild

Was macht ein Industriemechaniker?

Industriemechanikerinnen und Industriemechaniker halten die Technik in Fabriken am Laufen. Ein großer Teil der Arbeit ist Instandhaltung: Lager und Dichtungen tauschen, Getriebe und Hydraulikzylinder prüfen, Schmierstellen versorgen, Verschleißteile nach Wartungsplan ersetzen. Fällt eine Anlage aus, suchen sie den Fehler, oft unter Zeitdruck, weil jede Stunde Stillstand Geld kostet. Dazu gehört das Lesen von technischen Zeichnungen, Hydraulik- und Pneumatikplänen sowie das Auslesen von Fehlermeldungen an der Steuerung. In anderen Betrieben liegt der Schwerpunkt auf dem Bau neuer Maschinen: Bauteile drehen, fräsen oder bohren, Baugruppen montieren, ausrichten, in Betrieb nehmen und beim Kunden einrichten. Messen mit Messschieber und Messuhr, Prüfprotokolle führen und die Arbeit dokumentieren gehören in jedem Einsatzgebiet dazu.

Wie wird man Industriemechaniker?

Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren im Betrieb und an der Berufsschule. Sie endet mit der gestreckten Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen aber Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein, größere Unternehmen oft auch mit Abitur. Gute Noten in Mathematik und Physik helfen. Je nach Betrieb und Leistung lässt sich die Ausbildung verkürzen. Quereinsteiger mit verwandter Metallausbildung, etwa als Zerspanungs- oder Konstruktionsmechaniker, finden oft ohne neue Ausbildung Arbeit in der Instandhaltung. Für Erwachsene ohne Abschluss gibt es Umschulungen, die häufig von der Agentur für Arbeit gefördert werden und rund 28 Monate dauern.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Es wird viel gestanden, gekniet und in engen oder schwer erreichbaren Stellen an Maschinen gearbeitet, teils in Lärm, Hitze, Öl und Staub. Schutzkleidung, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe sind Alltag. In der Instandhaltung großer Produktionsbetriebe wird häufig im Schichtdienst gearbeitet, auch nachts und am Wochenende, dazu kommen Rufbereitschaften. Wer im Anlagenbau beim Kunden montiert, ist oft tage- oder wochenlang auf Montage unterwegs. Bei Störungen zählt Ruhe: Den Fehler systematisch einzugrenzen, während die Produktion wartet, fällt nicht jedem leicht. Die Technik wird zunehmend elektronisch und vernetzt, wer nur mechanisch denken will, kommt an Grenzen und muss sich laufend in Steuerungstechnik und Diagnosesoftware einarbeiten.

Aussichten

Fachkräfte für Instandhaltung werden in vielen Regionen gesucht, weil ältere Beschäftigte in Rente gehen und weniger Nachwuchs ausgebildet wird. Die Nachfrage hängt allerdings an der Industriekonjunktur, in der Automobil- und Zulieferindustrie gibt es derzeit Stellenabbau, während Lebensmittel-, Pharma- und Energiebranche stabil suchen. Weiterbildungen führen zum Industriemeister Metall, zum staatlich geprüften Techniker Maschinenbau oder in die Mechatronik und Automatisierung. Mit Fachhochschulreife oder beruflicher Qualifikation ist auch ein Studium im Maschinenbau möglich. Erfahrene Kräfte übernehmen häufig die Leitung einer Schicht oder einer Instandhaltungsgruppe.

Aufgaben

  • Maschinen und Anlagen nach Wartungsplan inspizieren und warten
  • Störungen an mechanischen, hydraulischen und pneumatischen Systemen suchen und beheben
  • Verschleißteile wie Lager, Dichtungen und Riemen austauschen
  • Bauteile drehen, fräsen, bohren und nacharbeiten
  • Baugruppen und Maschinen montieren, ausrichten und in Betrieb nehmen
  • Technische Zeichnungen und Schaltpläne lesen
  • Messungen durchführen und Arbeiten dokumentieren
  • Maschinenbediener in die Handhabung von Anlagen einweisen

Voraussetzungen

  • In der Regel mittlerer Schulabschluss
  • Technisches Verständnis und solide Kenntnisse in Mathematik und Physik
  • Handwerkliches Geschick und sorgfältiges Arbeiten
  • Körperliche Belastbarkeit, auch für Arbeiten in Zwangshaltungen
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit oder Montageeinsätzen
  • Systematisches Vorgehen bei der Fehlersuche

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren in Betrieb und Berufsschule, die mit der Abschlussprüfung vor der IHK endet. Je nach Leistung ist eine Verkürzung möglich, für Erwachsene gibt es Umschulungen von rund 28 Monaten.

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Automobil- und Zulieferindustrie
  • Chemie- und Pharmaindustrie
  • Lebensmittelindustrie
  • Energieversorgung und Kraftwerke
  • Instandhaltungsdienstleister

Was du als Industriemechaniker am verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
3.200 € 2.800 – 3.600 €
Mit Berufserfahrung
3.800 € 3.300 – 4.400 €
Mit langjähriger Erfahrung
4.500 € 3.900 – 5.300 €

Am stärksten entscheidet die Tarifbindung: Betriebe der Metall- und Elektroindustrie mit Tarifvertrag der IG Metall (ERA-Entgeltrahmenabkommen) zahlen deutlich mehr als kleine, nicht tarifgebundene Betriebe oder Zeitarbeitsfirmen. Hinzu kommen in der Instandhaltung oft erhebliche Schicht- und Bereitschaftszulagen, die in den Werten nicht enthalten sind.

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Gerade keine Anzeige zu diesem Beruf.

Das heißt nicht, dass niemand sucht – nur, dass heute nichts davon bei uns steht. Der Katalog bleibt trotzdem stehen, denn ein Beruf lebt länger als eine Anzeige.

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