IT-Security Administrator
IT-Security Administratoren richten Schutzsysteme für Netzwerke, Server und Endgeräte ein, überwachen sie und reagieren auf Angriffe und Sicherheitsvorfälle. Sie sorgen dafür, dass Daten und Systeme eines Unternehmens vor unbefugtem Zugriff geschützt bleiben.
Das Berufsbild
Was macht ein IT-Security Administrator?
IT-Security Administratoren betreiben die technischen Schutzmaßnahmen eines Unternehmens oder einer Behörde. Sie konfigurieren Firewalls und VPN-Zugänge, verwalten Benutzerrechte und Zugriffsberechtigungen, spielen Sicherheitsupdates auf Server und Arbeitsplatzrechner ein und pflegen Virenschutz und Systeme zur Erkennung von Angriffen. Ein großer Teil des Tages besteht aus Überwachung: Meldungen aus Protokolldateien und Monitoring-Werkzeugen auswerten, verdächtige Anmeldungen prüfen, Phishing-Mails analysieren, die Mitarbeitende gemeldet haben. Kommt es zu einem Vorfall, etwa einem kompromittierten Konto oder Schadsoftware auf einem Rechner, isolieren sie betroffene Systeme, sichern Spuren und stellen den Betrieb wieder her. Dazu kommen Schwachstellenscans, die Dokumentation von Sicherheitskonzepten nach Vorgaben wie BSI IT-Grundschutz oder ISO 27001, Vorbereitung von Audits und Schulungen für Kolleginnen und Kollegen. In kleineren Betrieben ist die Rolle oft mit allgemeiner Systemadministration verbunden, in großen Organisationen stärker spezialisiert.
Wie wird man IT-Security Administrator?
Einen eigenen Ausbildungsberuf mit diesem Namen gibt es nicht. Der häufigste Weg führt über die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und einige Jahre Erfahrung in der Systemadministration, bevor die Spezialisierung auf Sicherheit folgt. Alternativ qualifiziert ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit, das an Hochschulen inzwischen als eigener Bachelorstudiengang angeboten wird. Quereinstieg ist möglich, setzt aber solide Kenntnisse in Netzwerktechnik, Betriebssystemen und Skripting voraus. Zertifikate wie CompTIA Security+, Microsoft- oder Cisco-Sicherheitszertifizierungen oder der IT-Grundschutz-Praktiker werden in Stellenanzeigen häufig verlangt und sind für Quereinsteiger oft der entscheidende Nachweis.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit verlangt Sorgfalt und ständige Aufmerksamkeit, denn ein übersehener Hinweis oder eine falsch gesetzte Regel kann erheblichen Schaden verursachen. Angriffe halten sich nicht an Bürozeiten, daher gehören Rufbereitschaft und Einsätze am Wochenende oder nachts in vielen Stellen dazu. Während eines Sicherheitsvorfalls ist der Druck hoch, Entscheidungen müssen schnell und unter Unsicherheit fallen. Im Alltag gibt es dagegen viel Routine und Dokumentationsarbeit, die nicht jedem liegt. Bedrohungen und Werkzeuge ändern sich laufend, wer nicht regelmäßig dazulernt, ist nach wenigen Jahren nicht mehr auf dem Stand. Schwierig ist außerdem die Rolle zwischen den Fronten: Sicherheitsregeln schränken Kolleginnen und Kollegen ein, und Administratoren müssen diese Einschränkungen erklären und durchsetzen. Körperlich ist der Beruf wenig belastend, die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Zunehmende Angriffe mit Erpressungssoftware, gesetzliche Vorgaben wie die NIS-2-Richtlinie und Anforderungen an kritische Infrastrukturen zwingen Unternehmen und Behörden, in IT-Sicherheit zu investieren. Fachkräfte sind knapp, vor allem im öffentlichen Dienst und im Mittelstand. Entwicklungswege führen zum Security Engineer oder Security-Architekten, in ein Security Operations Center als Analyst, in Penetrationstests und Forensik oder in Richtung Informationssicherheitsbeauftragter. Mit Führungserfahrung ist langfristig auch die Leitung der IT-Sicherheit bis hin zur Rolle des CISO möglich.
Aufgaben
- Firewalls, VPN-Zugänge und Netzwerksegmentierung konfigurieren
- Benutzerkonten und Zugriffsrechte verwalten
- Sicherheitsupdates und Patches auf Servern und Endgeräten einspielen
- Protokolldaten und Alarmmeldungen aus dem Monitoring auswerten
- Sicherheitsvorfälle eindämmen, analysieren und dokumentieren
- Schwachstellenscans durchführen und Lücken schließen
- Sicherheitskonzepte nach BSI IT-Grundschutz oder ISO 27001 pflegen
- Mitarbeitende zu Phishing und sicherem Umgang mit IT schulen
Voraussetzungen
- Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration oder Studium der Informatik bzw. IT-Sicherheit
- Fundierte Kenntnisse in Netzwerktechnik, Windows- und Linux-Systemen
- Sicherheitszertifikate wie CompTIA Security+ oder IT-Grundschutz-Praktiker von Vorteil
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Einsätzen außerhalb der Bürozeiten
- Sorgfalt, analytisches Denken und Belastbarkeit in Stresssituationen
- Gute Englischkenntnisse für Fachdokumentation und Herstellerunterlagen
- Bei Behörden teils Sicherheitsüberprüfung erforderlich
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Spezialisierung über Berufserfahrung und Zertifikate. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Informatik oder IT-Sicherheit von meist sechs bis sieben Semestern in den Beruf.
Wo man arbeitet
- IT-Abteilungen größerer Unternehmen
- IT-Dienstleister und Systemhäuser
- Rechenzentren und Managed-Security-Anbieter
- Behörden und öffentliche Verwaltung
- Banken und Versicherungen
- Betreiber kritischer Infrastruktur wie Energieversorger und Krankenhäuser
Was du als IT-Security Administrator verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 4.000 € 3.400 – 4.700 €
- Mit Berufserfahrung
- 5.100 € 4.300 – 6.000 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 6.300 € 5.300 – 7.500 €
Im öffentlichen Dienst wird nach TVöD oder TV-L meist in den Entgeltgruppen E10 bis E12 bezahlt, teils mit Fachkräftezulage, in der Privatwirtschaft wird frei verhandelt. Am stärksten wirken Branche und Unternehmensgröße: Banken, Versicherungen und große Konzerne zahlen deutlich mehr als kleine Systemhäuser, dazu kommen Zuschläge für Rufbereitschaft.
Gehalt als IT-Security Administrator nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →
Gerade keine Anzeige zu diesem Beruf.
Das heißt nicht, dass niemand sucht – nur, dass heute nichts davon bei uns steht. Der Katalog bleibt trotzdem stehen, denn ein Beruf lebt länger als eine Anzeige.