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Vertrieb & Kundenservice

Küchenplaner / Küchenverkäufer

Küchenplaner beraten Kundinnen und Kunden beim Kauf einer Einbauküche, planen sie am Computer passgenau für den Raum und verkaufen sie inklusive Geräten und Montage. Der Beruf verbindet Verkauf, technisches Planen und Gestaltung.

Das Berufsbild

Was macht ein Küchenplaner?

Küchenplaner und Küchenverkäufer arbeiten im Möbelhaus, im Küchenstudio oder in der Küchenabteilung eines Baumarkts. Der Arbeitstag besteht zum großen Teil aus Beratungsgesprächen: Kundinnen kommen mit einem Grundriss, Fotos oder nur einer vagen Vorstellung, und daraus entsteht im Gespräch eine konkrete Planung. Dazu gehört das Klären von Budget, Kochgewohnheiten und Platzbedarf, die Auswahl von Fronten, Arbeitsplatten und Elektrogeräten sowie die Planung in einer Software wie Carat, KPS oder Winner. Oft fährt der Planer selbst zum Kunden, um den Raum aufzumessen und Wasser-, Strom- und Abluftanschlüsse zu prüfen. Nach dem Abschluss folgen Auftragsbestätigung, Bestellung beim Hersteller, Abstimmung mit den Monteuren und die Bearbeitung von Reklamationen, wenn ein Teil falsch geliefert wird oder nicht passt. Der Verkauf steht im Mittelpunkt: Bezahlt wird ein Planer letztlich dafür, dass aus einer Beratung ein unterschriebener Vertrag wird.

Wie wird man Küchenplaner?

Eine eigene staatlich anerkannte Ausbildung gibt es nicht. Die meisten kommen über eine Ausbildung als Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel mit Schwerpunkt Möbel, als Tischler oder Schreiner oder über ein Studium der Innenarchitektur in den Beruf. Große Möbelhäuser bilden Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung auch selbst aus und schulen sie einige Monate in Planungssoftware, Produktkunde und Verkaufstechnik. Daneben gibt es berufsbegleitende Lehrgänge zum Küchenfachberater, etwa bei Einkaufsverbänden und Branchenakademien. Wer aus dem Handwerk kommt, bringt technisches Verständnis mit, muss aber das Verkaufen lernen; bei Einsteigern aus dem Handel ist es meist umgekehrt.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten folgen den Öffnungszeiten des Handels. Samstage sind die umsatzstärksten Tage und fast immer Arbeitstage, Abende bis 19 oder 20 Uhr sind üblich, freie Tage liegen oft unter der Woche. Ein erheblicher Teil des Einkommens hängt in vielen Betrieben von Provision ab, was zu schwankendem Verdienst und spürbarem Druck durch Umsatzziele führt. Beratungen dauern häufig mehrere Stunden und enden trotzdem ohne Abschluss, weil Kunden Angebote vergleichen. Planungsfehler sind teuer: Ein falsch gemessener Raum oder ein vergessener Anschluss kann eine Küche unbrauchbar machen, und den Ärger bekommt der Planer direkt ab. Gefragt sind räumliches Vorstellungsvermögen, Genauigkeit, Geduld mit unentschlossenen Kunden und eine dicke Haut bei Reklamationen.

Aussichten

Küchen werden weiterhin gekauft, die Nachfrage hängt aber stark von Baukonjunktur und Konsumlaune ab; in Phasen mit wenig Neubau und hoher Inflation geht der Umsatz zurück. Gleichzeitig suchen viele Häuser ständig Personal, weil die Fluktuation im provisionsgetriebenen Verkauf hoch ist. Erfahrene Planer mit gutem Abschlussverhalten sind gefragt und können sich ihren Arbeitgeber aussuchen. Entwicklungswege führen zur Abteilungs- oder Studioleitung, in den Außendienst eines Küchenherstellers, in die Fachberatung für Elektrogeräte oder in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Küchenstudio.

Aufgaben

  • Kundinnen und Kunden zu Aufteilung, Material und Geräten beraten
  • Räume vor Ort aufmessen und Anschlüsse prüfen
  • Küchen in einer Planungssoftware entwerfen und visualisieren
  • Angebote kalkulieren und Preise verhandeln
  • Kaufverträge abschließen und Bestellungen beim Hersteller auslösen
  • Liefer- und Montagetermine mit Monteuren abstimmen
  • Reklamationen und Nachbestellungen bearbeiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel, im Tischlerhandwerk oder ein vergleichbarer Hintergrund
  • Sicherer Umgang mit Planungssoftware oder Bereitschaft, sie zu lernen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und Genauigkeit beim Messen
  • Verkaufsgeschick und Freude an langen Kundengesprächen
  • Bereitschaft zu Samstags- und Abendarbeit
  • Führerschein für Aufmaßtermine beim Kunden

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel oder als Tischler, danach eine Einarbeitung von einigen Monaten in Planungssoftware und Produktkunde. Ergänzend gibt es berufsbegleitende Lehrgänge zum Küchenfachberater, die mit einem Zertifikat des Anbieters abschließen.

Wo man arbeitet

  • Möbelhäuser
  • Küchenstudios
  • Bau- und Einrichtungsmärkte
  • Tischlereien mit Küchenbau
  • Küchenhersteller im Außendienst

Was du als Küchenplaner / Küchenverkäufer verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.700 € 2.300 – 3.200 €
Mit Berufserfahrung
3.400 € 2.800 – 4.500 €
Mit langjähriger Erfahrung
4.300 € 3.500 – 6.000 €

Das Einkommen hängt am stärksten vom Provisionsanteil ab: Viele Betriebe zahlen ein moderates Fixum plus Umsatzprovision, sodass gute Verkäufer deutlich mehr und schwache deutlich weniger verdienen als die hier genannten Grundwerte. Tarifgebundene Möbelhäuser zahlen nach dem regionalen Tarifvertrag für den Einzelhandel, viele Küchenstudios und Ketten sind jedoch nicht tarifgebunden.

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