OBI PRO Verkäufer Schwerpunkt Handwerkskunden
Verkäuferinnen und Verkäufer im Profi-Bereich eines Baumarkts beraten Handwerksbetriebe, Bauunternehmen und gewerbliche Kunden, stellen Großmengen und Sonderbestellungen zusammen und betreuen feste Kundenkonten. Die Stelle verbindet Einzelhandel mit technischem Warenwissen aus Bau und Ausbau.
Das Berufsbild
Was macht ein OBI PRO Verkäufer mit Schwerpunkt Handwerkskunden?
Im PRO-Bereich eines OBI-Markts kaufen keine Heimwerker, sondern Maler, Fliesenleger, Elektriker, Trockenbauer, Hausmeisterdienste und kleine Bauunternehmen. Sie kommen oft früh am Morgen, wissen genau, was sie brauchen, und wollen schnell bedient werden. Die Arbeit besteht darin, Bestellungen über Paletten Gipskarton, Dämmstoff, Fliesenkleber oder Kabel aufzunehmen, Preise und Verfügbarkeit zu prüfen, Ware kommissionieren zu lassen oder selbst bereitzustellen und Lieferungen auf die Baustelle zu organisieren. Dazu kommen Angebote für größere Projekte, Mengenberechnungen, Sonderbestellungen beim Lieferanten und die Pflege von Kundenkonten mit Rahmenkonditionen. Ein Teil der Arbeit läuft am Telefon und per E-Mail, ein anderer im Warenwirtschaftssystem, ein dritter im Lager und an der Ladezone.
Wie wird man OBI PRO Verkäufer?
Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder eine zweijährige Ausbildung zum Verkäufer, idealerweise in einem Bau- oder Fachmarkt. Häufig und gern gesehen ist der Quereinstieg aus dem Handwerk: Wer als Maler, Tischler, Elektroniker oder Fliesenleger gearbeitet hat, kennt Material und Arbeitsabläufe und wird von Handwerkskunden schneller ernst genommen. Die Märkte schulen intern zu Sortiment, Kassensystem und Kundenprogramm. Ein Staplerschein ist nützlich und wird oft im Betrieb erworben.
Was der Beruf verlangt
Die Tätigkeit ist körperlich fordernder als der übliche Verkauf. Säcke, Platten und Eimer werden gehoben, Paletten bewegt, viel Zeit wird stehend und gehend verbracht, im Winter auch in kalten Hallen und an offenen Toren. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Kunden: Frühdienste ab sechs oder sieben Uhr sind üblich, Samstagsarbeit gehört dazu, Spätdienste bis zur Marktschließung ebenfalls. Handwerker stehen unter Termindruck, und dieser Druck landet am Tresen, etwa wenn Ware fehlt oder eine Lieferung nicht kommt. Wer Fachfragen nicht beantworten kann, verliert schnell an Ansehen. Schwer fällt vielen der Spagat zwischen Beratung, Lagerarbeit und Verwaltung, besonders wenn der Markt knapp besetzt ist, was im Einzelhandel häufig vorkommt.
Aussichten
Gewerbliche Kunden sind für Baumärkte ein wachsendes Geschäft, weil sie regelmäßig und in größeren Mengen kaufen. Entsprechend werden Verkaufskräfte mit Handwerkserfahrung gesucht. Die Nachfrage hängt allerdings an der Baukonjunktur: Wenn weniger gebaut und saniert wird, spürt das auch der Profi-Bereich. Entwicklungswege führen zur Abteilungs- oder Bereichsleitung, in die Marktleitung, in den Außendienst für Gewerbekunden oder in den Einkauf. Mit Weiterbildungen wie dem Handelsfachwirt öffnen sich Führungsstellen. Wer aus dem Verkauf heraus will, findet Anschluss im Baustoffhandel oder bei Herstellern von Bauprodukten.
Aufgaben
- Handwerkskunden zu Material, Mengen und Verarbeitung beraten
- Bestellungen aufnehmen und Großmengen kommissionieren
- Angebote und Mengenberechnungen für Bauprojekte erstellen
- Sonderbestellungen bei Lieferanten auslösen und verfolgen
- Lieferungen auf Baustellen planen und koordinieren
- Kundenkonten und vereinbarte Konditionen pflegen
- Ware mit Hubwagen oder Stapler bewegen und bereitstellen
- Kassieren, Rechnungen erstellen und Reklamationen bearbeiten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel oder in einem Bau- oder Ausbauhandwerk
- Gutes Warenwissen zu Baustoffen, Werkzeug und Ausbaumaterial
- Belastbarkeit beim Heben und Tragen sowie langes Stehen
- Bereitschaft zu Frühdiensten und Samstagsarbeit
- Sicherer Umgang mit Warenwirtschaftssystem und Kasse
- Staplerschein von Vorteil oder Bereitschaft, ihn zu erwerben
- Klare, direkte Kommunikation mit gewerblichen Kunden
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder eine zweijährige Ausbildung zum Verkäufer mit IHK-Abschluss. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg mit abgeschlossener Gesellenausbildung in einem Bau- oder Ausbauhandwerk, ergänzt durch interne Schulungen.
Wo man arbeitet
- Baumarkt mit Profi- oder Gewerbekundenbereich
- Lager und Ladezone des Markts
- Telefon- und Bestellservice für Gewerbekunden
- Baustoffhandel
Was du als OBI PRO Verkäufer Schwerpunkt Handwerkskunden verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 2.600 € 2.300 – 2.900 €
- Mit Berufserfahrung
- 2.900 € 2.600 – 3.300 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 3.500 € 3.000 – 4.200 €
Viele OBI-Märkte werden von Franchisepartnern betrieben, nicht alle sind tarifgebunden; wo Tarif gilt, ist es der regionale Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel (ver.di und Handelsverband), und tarifgebundene Märkte zahlen spürbar mehr. Daneben zählen Handwerkserfahrung, die Region und die Übernahme von Bereichsverantwortung.
Gehalt als OBI PRO Verkäufer Schwerpunkt Handwerkskunden nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →