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Handwerk & Produktion

Servicetechniker / Quereinsteiger im Bereich Blitzschutz

Servicetechniker im Blitzschutz montieren, prüfen und warten Blitzschutzanlagen an Gebäuden und Industrieanlagen, vom Fangstab auf dem Dach bis zum Erder im Boden. Viele Betriebe stellen Quereinsteiger ein und lernen sie im Betrieb an.

Das Berufsbild

Was macht ein Servicetechniker im Bereich Blitzschutz?

Die Arbeit findet zum größten Teil auf Dächern, an Fassaden und im Erdreich statt. Servicetechniker setzen Fangstangen und Fangleitungen auf Flach- und Steildächern, verlegen Ableitungen an der Fassade entlang und schließen sie an Ringerder oder Fundamenterder an. Dazu gehört das Biegen und Verbinden von Aluminium-, Kupfer- und Edelstahldraht, das Setzen von Dachhaltern, das Einschlagen von Tiefenerdern und das Herstellen von Klemmverbindungen. Beim inneren Blitzschutz geht es um Potentialausgleich und den Einbau von Überspannungsschutzgeräten in Verteilungen, teils in Zusammenarbeit mit Elektrikern. Ein großer Teil des Geschäfts sind wiederkehrende Prüfungen: Anlagen auf Korrosion und lose Verbindungen kontrollieren, Erdungswiderstände messen, Mängel dokumentieren und Prüfprotokolle für Kunden, Versicherer oder Behörden erstellen. Kunden sind Industriebetriebe, Kommunen, Kirchengemeinden, Wohnungsbaugesellschaften und Betreiber von Windkraft- oder Photovoltaikanlagen.

Wie wird man Servicetechniker im Bereich Blitzschutz?

Einen eigenen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf für Blitzschutz gibt es nicht. Viele Fachkräfte kommen aus dem Dachdecker-, Klempner-, Metallbau- oder Elektrohandwerk. Daneben stellen Blitzschutzfirmen regelmäßig Quereinsteiger ohne einschlägige Ausbildung ein, etwa aus Lager, Montage oder Bau. Die Einarbeitung läuft über die Arbeit im Montagetrupp an der Seite erfahrener Kollegen und dauert einige Monate. Ergänzend gibt es Lehrgänge, etwa beim Verband Deutscher Blitzschutzfirmen, die zur Blitzschutzfachkraft führen und die Normen der Reihe DIN EN 62305 vermitteln. Wer Anlagen eigenständig prüfen will, braucht diese Fachkenntnis und Erfahrung. Ein Führerschein der Klasse B ist fast immer Pflicht, oft auch eine arbeitsmedizinische Untersuchung für Arbeiten mit Absturzgefahr.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist körperlich fordernd. Material wird auf Dächer getragen, Erder werden mit dem Hammer oder Gerät in den Boden getrieben, Gräben müssen teilweise von Hand ausgehoben werden. Gearbeitet wird bei Hitze auf dem Flachdach ebenso wie bei Kälte und Wind, nur bei Gewitter, Sturm oder Glätte ruht die Arbeit auf dem Dach. Schwindelfreiheit und ein sicherer Umgang mit Absturzsicherung, Leitern und Hubarbeitsbühnen sind Voraussetzung. Viele Betriebe arbeiten überregional, sodass Montagewochen mit Übernachtung in Pensionen üblich sind, was sich mit Familie nicht immer leicht vereinbaren lässt. Die Arbeitszeiten liegen meist tagsüber, im Sommer mit frühem Beginn. Bei Prüfungen kommt sorgfältige Dokumentation hinzu, die nicht jedem liegt, der lieber mit den Händen arbeitet.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis steigend. Gründe sind die vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen, der Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen, Rechenzentren und Industriebauten sowie strengere Anforderungen von Versicherern. Fachkräfte sind knapp, weshalb die Branche Quereinsteigern vergleichsweise offen gegenübersteht. Mit Erfahrung führt der Weg zum Monteur mit Truppverantwortung, zur Prüfung von Anlagen als Blitzschutzfachkraft oder in Planung und Kalkulation. Wer einen Meistertitel in einem verwandten Handwerk erwirbt, kann Bauleitung übernehmen oder sich selbstständig machen.

Aufgaben

  • Fangstangen, Fangleitungen und Dachhalter auf Dächern montieren
  • Ableitungen an Fassaden verlegen und an die Erdungsanlage anschließen
  • Ring- und Tiefenerder setzen und Fundamenterder anbinden
  • Überspannungsschutzgeräte und Potentialausgleich installieren
  • Bestehende Anlagen prüfen und Erdungswiderstände messen
  • Mängel beheben und korrodierte Teile austauschen
  • Prüfprotokolle und Montagedokumentation erstellen

Voraussetzungen

  • Schwindelfreiheit und körperliche Belastbarkeit
  • Führerschein der Klasse B
  • Arbeitsmedizinische Eignung für Arbeiten mit Absturzgefahr
  • Handwerkliches Geschick im Umgang mit Draht, Werkzeug und Messgeräten
  • Bereitschaft zu Montagearbeit mit Übernachtung
  • Von Vorteil: Ausbildung im Dachdecker-, Metall- oder Elektrohandwerk

Der Weg in den Beruf

Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht; üblich ist eine Ausbildung im Dachdecker-, Metall- oder Elektrohandwerk oder der direkte Quereinstieg mit mehrmonatiger Einarbeitung im Betrieb. Ergänzende Lehrgänge, etwa beim Verband Deutscher Blitzschutzfirmen, dauern einige Tage bis Wochen und führen zur Blitzschutzfachkraft, die Anlagen nach DIN EN 62305 prüfen darf.

Wo man arbeitet

  • Fachbetriebe für Blitzschutz und Erdungstechnik
  • Elektroinstallationsbetriebe mit Blitzschutzabteilung
  • Dachdecker- und Klempnerbetriebe
  • Baustellen im Industrie- und Gewerbebau
  • Wind- und Solarparks

Was du als Servicetechniker / Quereinsteiger im Bereich Blitzschutz verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.900 € 2.600 – 3.200 €
Mit Berufserfahrung
3.400 € 3.000 – 3.800 €
Mit langjähriger Erfahrung
4.000 € 3.500 – 4.600 €

Einen eigenen Tarifvertrag für Blitzschutz gibt es nicht; tarifgebundene Betriebe wenden meist den regionalen Tarifvertrag des Elektrohandwerks oder des Dachdeckerhandwerks an, viele Betriebe zahlen frei verhandelt. Spürbar erhöht wird das Einkommen durch Auslöse und Montagezulagen bei Arbeit mit Übernachtung, außerdem durch die Qualifikation als Blitzschutzfachkraft mit Prüfberechtigung.

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Gerade keine Anzeige zu diesem Beruf.

Das heißt nicht, dass niemand sucht – nur, dass heute nichts davon bei uns steht. Der Katalog bleibt trotzdem stehen, denn ein Beruf lebt länger als eine Anzeige.

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