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Bildung & Soziales

SHK Anlagenmechaniker als Mobiler Ausbilder

Mobile Ausbilder für Anlagenmechanik SHK sind erfahrene Fachkräfte aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk, die Auszubildende und Fachkräfte an wechselnden Orten anleiten: in Betrieben, Bildungsstätten, Schulen oder mit einem Schulungsfahrzeug. Sie verbinden handwerkliche Praxis mit Unterricht und Lernbegleitung.

Das Berufsbild

Was macht ein mobiler Ausbilder für Anlagenmechanik SHK?

Die Arbeit findet nicht in einer festen Werkstatt statt, sondern dort, wo gelernt werden soll. Mobile Ausbilder fahren zu kleinen Handwerksbetrieben, die allein keine vollständige Ausbildung abdecken können, zu Ausbildungsverbünden, zu Berufsschulen oder in überbetriebliche Lehrgänge. Andere arbeiten für Bildungsträger und betreuen Jugendliche in geförderten Maßnahmen, etwa in der Assistierten Ausbildung, oder schulen Geflüchtete und Umschüler. Hersteller von Heiztechnik setzen mobile Trainer ein, die mit ausgerüsteten Fahrzeugen zu Fachbetrieben kommen und Wärmepumpen, Brennwertgeräte oder Regelungstechnik erklären. Im Alltag heißt das: Rohre biegen, pressen und löten vorführen, Trinkwasser- und Heizungsanlagen an Übungswänden aufbauen lassen, Fehler an Anlagen suchen, Prüfungsaufgaben besprechen und Lernstände dokumentieren. Dazu kommen Gespräche mit Betrieben, Lehrkräften und manchmal Eltern, wenn eine Ausbildung zu scheitern droht.

Wie wird man mobiler Ausbilder für Anlagenmechanik SHK?

Grundlage ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Gesellenprüfung und danach mehrere Jahre Praxis auf der Baustelle. Für die Ausbildertätigkeit ist der Nachweis nach der Ausbilder-Eignungsverordnung üblich, viele Stellen verlangen den Meistertitel oder einen Abschluss als staatlich geprüfter Techniker. Bildungsträger erwarten häufig zusätzlich eine pädagogische Qualifikation, etwa als geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge, oder Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen mit Förderbedarf. Ein Quereinstieg ohne SHK-Abschluss ist praktisch nicht möglich, der Wechsel aus dem Handwerksbetrieb in die Ausbildung dagegen ein üblicher Weg.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf bringt viel Fahrzeit mit sich, oft mit dem Dienstwagen über weite Strecken im ländlichen Raum, teils mit Übernachtungen bei Herstellerschulungen. Die Arbeitszeiten liegen meist tagsüber und unter der Woche, sind aber an Lehrgangs- und Prüfungstermine gebunden. Körperlich ist die Arbeit leichter als auf der Baustelle, ganz ohne Heben, Knien und Stehen geht es nicht. Schwerer wiegt die pädagogische Seite: Gruppen sind unterschiedlich weit, manche Auszubildende sind unmotiviert, haben Sprachprobleme oder schwierige Lebensumstände. Geduld, klare Ansagen und die Fähigkeit, Fachwissen einfach zu erklären, sind wichtiger als handwerkliches Können allein. Bei Bildungsträgern sind Stellen oft an Förderprogramme gebunden und deshalb befristet, und der Dokumentationsaufwand ist hoch.

Aussichten

Das SHK-Handwerk sucht dringend Nachwuchs, und die Wärmewende mit Wärmepumpen, Hybridsystemen und Photovoltaik-Anbindung verändert die Ausbildungsinhalte schnell. Damit steigt der Bedarf an Menschen, die Wissen in Betriebe tragen. Wer Erfahrung gesammelt hat, kann in die Leitung einer Bildungsstätte wechseln, Prüfungsausschüssen angehören, Lehrgänge konzipieren oder als Fachlehrer an eine Berufsschule gehen. Herstellertrainer können in den technischen Vertrieb oder die Produktschulung aufsteigen. Der Nachteil: Wer lange nicht mehr selbst auf Baustellen arbeitet, muss sich aktiv auf dem neuesten Stand halten.

Aufgaben

  • Auszubildende in Betrieben und Lehrwerkstätten praktisch anleiten
  • Löt-, Press- und Schweißverbindungen vorführen und üben lassen
  • Übungsanlagen für Trinkwasser, Heizung und Wärmepumpen aufbauen
  • Auf Zwischen- und Gesellenprüfungen vorbereiten
  • Lernfortschritte dokumentieren und Berichte für Betriebe oder Förderstellen schreiben
  • Gespräche mit Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und Auszubildenden führen
  • Schulungsfahrzeug und Lehrmaterial vorbereiten und warten

Voraussetzungen

  • Gesellenprüfung als Anlagenmechaniker SHK und mehrjährige Berufserfahrung
  • Ausbildereignung nach AEVO, häufig Meister- oder Technikerabschluss
  • Führerschein Klasse B, Bereitschaft zu regelmäßigen Dienstfahrten
  • Fähigkeit, Fachwissen verständlich und geduldig zu erklären
  • Kenntnisse aktueller Heiztechnik, etwa Wärmepumpen und Regelungstechnik
  • Pädagogische Zusatzqualifikation bei Bildungsträgern oft erwünscht

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK mit Gesellenprüfung, danach mehrere Jahre Praxis. Die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO ist in einigen Monaten berufsbegleitend machbar, viele Arbeitgeber erwarten zusätzlich die Meisterprüfung, die in Vollzeit etwa ein Jahr, berufsbegleitend zwei bis drei Jahre dauert.

Wo man arbeitet

  • Überbetriebliche Bildungszentren von Handwerkskammern und Innungen
  • Bildungsträger und Berufsbildungswerke
  • Ausbildungsverbünde kleiner Handwerksbetriebe
  • Hersteller von Heizungs- und Sanitärtechnik mit Schulungsfahrzeugen
  • Berufsschulen und Projekte der Berufsorientierung

Was du als SHK Anlagenmechaniker als Mobiler Ausbilder verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
3.500 € 3.100 – 3.900 €
Mit Berufserfahrung
3.900 € 3.500 – 4.400 €
Mit langjähriger Erfahrung
4.400 € 3.900 – 5.200 €

Das Gehalt hängt vor allem vom Arbeitgeber ab: Handwerkskammern zahlen oft angelehnt an TVöD oder TV-L, Bildungsträger im SGB-II/III-Bereich mindestens nach dem Mindestlohn-Tarifvertrag Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen, während Hersteller von Heiztechnik als Produkttrainer meist deutlich mehr zahlen. Ein Meistertitel und ein Dienstwagen zur Privatnutzung wirken sich spürbar aus.

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