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IT & Software

Software Dev Engineer

Software Development Engineers entwerfen, programmieren, testen und betreiben Software, von Webanwendungen über Backend-Dienste bis zu Steuerungsprogrammen. Die englische Berufsbezeichnung ist vor allem bei internationalen Konzernen üblich und entspricht weitgehend dem Softwareentwickler.

Das Berufsbild

Was macht ein Software Dev Engineer?

Ein Software Development Engineer schreibt Programmcode und sorgt dafür, dass er im Betrieb zuverlässig läuft. Am Anfang steht meist eine Anforderung aus dem Produktteam oder vom Kunden, die in technische Aufgaben zerlegt wird. Dann folgt die eigentliche Entwicklung in Sprachen wie Java, Python, C#, Go oder TypeScript, oft an bestehenden, über Jahre gewachsenen Systemen. Ein großer Teil des Tages besteht nicht aus neuem Code, sondern aus Lesen fremden Codes, Fehlersuche, Code-Reviews für Kollegen, automatisierten Tests und Abstimmungen im Team. In vielen Firmen gehört auch der Betrieb dazu: Dienste in der Cloud ausrollen, Logs und Metriken auswerten, nachts oder am Wochenende auf Störungen reagieren. Gearbeitet wird meist in agilen Teams mit kurzen Planungszyklen, täglichen Abstimmungsrunden und Tickets in Systemen wie Jira. Programmierwerkzeuge mit KI-Unterstützung sind inzwischen Alltag und verschieben die Arbeit stärker in Richtung Prüfen, Entwerfen und Zusammenführen.

Wie wird man Software Dev Engineer?

Der häufigste Weg ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines verwandten Fachs, meist als Bachelor mit sechs bis sieben Semestern. Große Technologiekonzerne setzen für diese Stellenbezeichnung fast immer einen Hochschulabschluss voraus und prüfen in mehrstufigen Bewerbungsverfahren Algorithmen, Datenstrukturen und Systementwurf. Ein zweiter Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, die vor allem in mittelständischen Firmen und Systemhäusern gut angesehen ist. Quereinsteiger kommen über Bootcamps, Umschulungen oder selbst erlerntes Programmieren in den Beruf. Das gelingt, verlangt aber nachweisbare Projekte, etwa auf GitHub, und ist auf dem aktuellen Arbeitsmarkt schwieriger geworden als noch vor einigen Jahren.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist geistig fordernd und körperlich einseitig: viele Stunden am Bildschirm, wenig Bewegung, Rücken- und Augenprobleme sind verbreitet. Konzentration über lange Zeit ist nötig, wird aber durch Meetings und Chatnachrichten ständig unterbrochen. Feste Liefertermine erzeugen Druck, besonders kurz vor Releases. Wer im Bereitschaftsdienst eingeteilt ist, muss auch außerhalb der Arbeitszeit erreichbar sein. Die Technik verändert sich schnell, Frameworks und Werkzeuge veralten in wenigen Jahren, weshalb laufendes Lernen, oft in der Freizeit, erwartet wird. Englisch ist in den meisten Teams Arbeitssprache. Dafür sind Homeoffice und Gleitzeit in dieser Branche weit verbreitet, was die Vereinbarkeit mit Familie erleichtert.

Aussichten

Langfristig bleibt der Bedarf an Softwareentwicklung hoch, weil fast jede Branche digitalisiert. Seit 2023 ist der Markt allerdings angespannter: Viele Technologiefirmen haben Stellen abgebaut, und gerade Berufseinsteiger ohne Erfahrung finden schwerer eine Stelle. Wie stark KI-Werkzeuge den Bedarf an Einsteigern dauerhaft verändern, ist offen. Gefragt sind weiterhin Erfahrene mit Kenntnissen in Cloud-Infrastruktur, IT-Sicherheit, Datenverarbeitung und eingebetteten Systemen. Entwicklungswege führen zum Senior oder Staff Engineer mit technischer Verantwortung für größere Systeme, zur Softwarearchitektur, in die Teamleitung als Engineering Manager oder in die Selbstständigkeit als Freelancer.

Aufgaben

  • Anforderungen in technische Aufgaben zerlegen und Lösungen entwerfen
  • Programmcode schreiben und bestehenden Code erweitern oder umbauen
  • Automatisierte Tests entwickeln und Fehler im Code suchen
  • Code-Reviews für Kolleginnen und Kollegen durchführen
  • Software in Cloud-Umgebungen ausrollen und überwachen
  • Störungen im Bereitschaftsdienst analysieren und beheben
  • Technische Dokumentation pflegen und sich im Team abstimmen

Voraussetzungen

  • Studium der Informatik oder verwandter Fächer, alternativ Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
  • Sichere Kenntnisse in mindestens einer verbreiteten Programmiersprache
  • Verständnis von Algorithmen, Datenstrukturen und Datenbanken
  • Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Ausdauer bei der Fehlersuche und Fähigkeit zu langer Konzentration
  • Bereitschaft, sich laufend in neue Techniken einzuarbeiten

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Informatik oder Wirtschaftsinformatik mit sechs bis sieben Semestern, für viele Konzernstellen ist es faktisch Voraussetzung. Alternativ führt die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit IHK-Abschluss in den Beruf. Quereinstiege über Umschulungen oder Bootcamps sind möglich, setzen aber vorzeigbare eigene Projekte voraus.

Wo man arbeitet

  • Technologiekonzerne und Onlinehändler
  • Softwarehäuser und IT-Dienstleister
  • Start-ups
  • IT-Abteilungen von Banken, Versicherungen und Industriebetrieben
  • Automobil- und Maschinenbauindustrie
  • Öffentliche Verwaltung und Forschungseinrichtungen

Was du als Software Dev Engineer verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
4.300 € 3.600 – 5.200 €
Mit Berufserfahrung
5.600 € 4.600 – 7.000 €
Mit langjähriger Erfahrung
7.200 € 6.000 – 9.500 €

Die Gehälter werden überwiegend frei verhandelt und hängen stark von Arbeitgeber und Region ab: Große US-Technologiekonzerne und Firmen in München, Frankfurt oder Stuttgart zahlen deutlich mehr als kleine Softwarehäuser in ländlichen Regionen, zudem kommen dort oft Aktienanteile hinzu. Tarifbindung gibt es vor allem in der Metall- und Elektroindustrie (ERA-Tarifverträge der IG Metall) und im öffentlichen Dienst (TVöD, TV-L), wo die Spannen enger und die Spitzenwerte niedriger sind.

Gehalt als Software Dev Engineer nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →

Gerade keine Anzeige zu diesem Beruf.

Das heißt nicht, dass niemand sucht – nur, dass heute nichts davon bei uns steht. Der Katalog bleibt trotzdem stehen, denn ein Beruf lebt länger als eine Anzeige.

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