Verkäufer Garten
Verkäuferinnen und Verkäufer im Gartenbereich beraten Kundschaft in Gartencentern, Baumärkten und Gärtnereien zu Pflanzen, Erde, Dünger und Gartenbedarf, pflegen die Ware und halten die Verkaufsfläche in Ordnung.
Das Berufsbild
Was macht ein Verkäufer Garten?
Die Arbeit findet zum großen Teil auf der Verkaufsfläche statt, oft im Freigelände oder im Gewächshaus. Verkäuferinnen und Verkäufer beantworten Fragen dazu, welche Pflanze einen schattigen Balkon verträgt, welcher Dünger für Rosen passt oder wie sich Blattläuse bekämpfen lassen. Sie empfehlen Erde, Töpfe, Werkzeug und Bewässerungstechnik und kassieren an der Kasse. Ein erheblicher Teil des Tages gehört der Ware: Pflanzen gießen, welke Blüten und kranke Exemplare aussortieren, Paletten mit Neuware annehmen, Preisschilder anbringen, Regale auffüllen und Aktionsflächen saisonal umbauen, im Frühjahr mit Beet- und Balkonpflanzen, im Herbst mit Zwiebeln und Heide, im Winter mit Weihnachtsbäumen und Dekoration. Dazu kommen Bestellungen, Inventur und das Beladen von Kundenfahrzeugen mit Erdsäcken oder Kübelpflanzen.
Wie wird man Verkäufer Garten?
Der übliche Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, jeweils in einem Gartencenter oder Baumarkt. Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor, die meisten Betriebe stellen mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Pflanzenwissen wird im Betrieb vermittelt. Häufig ist auch der Quereinstieg: Gelernte Gärtnerinnen und Gärtner wechseln in den Verkauf, ebenso Menschen aus anderen Handelsbranchen oder mit privatem Gartenwissen, vor allem als Saisonkraft oder in Teilzeit. Wer Pflanzenschutzmittel verkauft, braucht einen Sachkundenachweis nach dem Pflanzenschutzgesetz, den der Betrieb meist über einen Lehrgang mit Prüfung finanziert.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist körperlicher, als viele erwarten. Erdsäcke, Wasserkannen und Pflanzkübel werden ständig gehoben und getragen, gearbeitet wird überwiegend im Stehen und Gehen, im Freigelände bei Hitze, Regen und Frost. Die Arbeitszeiten folgen den Ladenöffnungszeiten, Samstagsarbeit ist die Regel, in manchen Regionen kommen verkaufsoffene Sonntage hinzu. Das Geschäft ist stark saisonabhängig: Von März bis Juni herrscht Hochbetrieb mit langen Schlangen, Überstunden und wenig Zeit pro Kundengespräch, im Sommer und Winter wird es ruhiger, mancherorts auch mit weniger Stunden. Viele Stellen sind Teilzeit- oder Saisonverträge. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich des Einzelhandels, besonders in Betrieben ohne Tarifbindung. Wer gern draußen arbeitet, sich für Pflanzen interessiert und mit wechselnder Kundschaft geduldig bleibt, kommt mit diesen Bedingungen besser zurecht.
Aussichten
Gartencenter und Baumärkte suchen regelmäßig Personal, besonders vor der Frühjahrssaison, und Fachkräfte mit echtem Pflanzenwissen sind knapp. Die Nachfrage nach Balkon- und Gartenprodukten ist seit einigen Jahren stabil, der Wettbewerb mit dem Onlinehandel trifft den Pflanzenverkauf weniger stark als andere Sortimente, weil lebende Ware vor Ort gekauft wird. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zur Abteilungsleitung Garten oder Pflanzen und mit einer Weiterbildung zum Handelsfachwirt bis zur Marktleitung. Wer sich gärtnerisch weiterbilden will, kann eine Ausbildung zum Gärtner anschließen oder sich auf Bereiche wie Zierpflanzen, Zoo- und Teichbedarf oder Gartentechnik spezialisieren.
Aufgaben
- Kundschaft zu Pflanzen, Standorten, Pflege und Schädlingsbekämpfung beraten
- Pflanzen gießen, putzen und kranke oder welke Ware aussortieren
- Lieferungen annehmen, Ware einräumen und auszeichnen
- Verkaufsflächen und Aktionsware saisonal umgestalten
- Kasse bedienen und Reklamationen bearbeiten
- Erdsäcke, Kübel und Großpflanzen tragen und Kundenfahrzeuge beladen
- Bestände kontrollieren, nachbestellen und bei der Inventur mitarbeiten
Voraussetzungen
- Meist Haupt- oder Realschulabschluss, rechtlich ist keiner vorgeschrieben
- Interesse an Pflanzen und Bereitschaft, Sortimentswissen aufzubauen
- Körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und Arbeit im Freien
- Freundlicher Umgang mit Kundschaft, auch im Hochbetrieb
- Bereitschaft zu Samstagsarbeit und saisonal wechselnden Arbeitszeiten
- Sachkundenachweis Pflanzenschutz für den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, jeweils mit IHK-Abschluss in einem Gartencenter oder Baumarkt. Quereinstieg ist häufig, vor allem für gelernte Gärtnerinnen und Gärtner; der Sachkundenachweis Pflanzenschutz wird über einen mehrtägigen Lehrgang mit Prüfung erworben.
Wo man arbeitet
- Gartencenter
- Garten- und Pflanzenabteilungen von Baumärkten
- Gärtnereien mit Direktverkauf
- Baumschulen mit Verkaufsstelle
- Raiffeisen- und Landhandelsmärkte
Was du als Verkäufer Garten verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 2.450 € 2.200 – 2.750 €
- Mit Berufserfahrung
- 2.700 € 2.400 – 3.050 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 3.150 € 2.700 – 3.700 €
Entscheidend ist, ob der Betrieb nach den regionalen Tarifverträgen des Einzelhandels (ver.di und Handelsverband) zahlt; viele Gartencenter und einige Baumarktketten sind nicht tarifgebunden und zahlen deutlich weniger, teils nahe am Mindestlohn. Höhere Werte erreichen vor allem Abteilungsleitungen in großen, tarifgebundenen Märkten.
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