Barmitarbeiter
Barmitarbeiter bereiten Getränke zu, schenken aus und bedienen Gäste an der Theke von Bars, Hotels, Clubs und Restaurants. Die Arbeit findet überwiegend abends, nachts und am Wochenende statt.
Das Berufsbild
Was macht ein Barmitarbeiter?
Barmitarbeiter stehen hinter der Theke und versorgen Gäste mit Getränken. Sie zapfen Bier, schenken Wein und Spirituosen aus, mixen Longdrinks und je nach Betrieb auch Cocktails nach festen Rezepturen. Dazu gehört die Vorbereitung vor der Öffnung: Eis auffüllen, Obst schneiden, Sirupe und Garnituren bereitstellen, Kühlschränke bestücken. Während des Betriebs nehmen sie Bestellungen auf, kassieren, buchen am Kassensystem und behalten den Überblick, wenn mehrere Gäste gleichzeitig etwas wollen. Gläser spülen, Theke reinigen und nach Schichtende abrechnen gehören ebenso dazu wie das Prüfen von Lieferungen und das Melden von Fehlbeständen. Barmitarbeiter achten auf den Jugendschutz, verweigern Ausschank an deutlich Betrunkene und gehen mit schwierigen Gästen um. In Clubs steht Tempo im Vordergrund, in Hotel- und Cocktailbars eher Beratung und Präsentation.
Wie wird man Barmitarbeiter?
Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht. Viele Betriebe stellen Quereinsteiger ein und lernen sie an, häufig nach einem Einstieg als Aushilfe oder Minijobber. Wer sich beruflich festlegen will, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie oder die dreijährige Ausbildung zum Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie absolvieren. Für den Weg zum Barkeeper bieten IHKs und private Barschulen Weiterbildungen an, etwa zum geprüften Barmixer oder Barmeister. Eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt ist vor dem ersten Arbeitstag Pflicht.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten liegen dort, wo andere frei haben: abends, nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Schichten enden in Clubs oft erst in den frühen Morgenstunden. Gearbeitet wird fast durchgehend im Stehen, mit schweren Getränkekisten, Fässern und vielen Wegen hinter einer engen Theke. Lärm, Hektik bei Andrang und der Umgang mit alkoholisierten oder unfreundlichen Gästen belasten. Kopfrechnen, ein gutes Gedächtnis für Bestellungen und Ruhe unter Druck sind nötig. Viele Stellen sind befristet, in Teilzeit oder als Minijob angelegt, und der Grundlohn liegt oft nahe am Mindestlohn. Ein Teil des Einkommens kommt aus Trinkgeld, das stark schwankt. Das Familienleben mit festen Abendterminen zu vereinbaren, fällt vielen schwer.
Aussichten
Die Gastronomie sucht seit Jahren Personal, deshalb ist der Einstieg vergleichsweise leicht und auch ohne Abschluss möglich. Die Nachfrage hängt aber von Saison, Lage und Konjunktur ab, kleine Betriebe schließen häufig. Wer sich weiterbildet, kann zum Barkeeper, Barchef oder Barmanager aufsteigen und Personal sowie Einkauf verantworten. Mit Erfahrung in der gehobenen Hotellerie, auf Kreuzfahrtschiffen oder im Veranstaltungsbereich bieten sich weitere Möglichkeiten, ebenso die Selbstständigkeit mit einer eigenen Bar oder einem Catering für Getränke.
Aufgaben
- Bier zapfen, Wein und Spirituosen ausschenken
- Longdrinks und Cocktails nach Rezept mixen
- Bestellungen aufnehmen und an der Kasse abrechnen
- Theke vorbereiten, Eis, Obst und Garnituren bereitstellen
- Gläser spülen und Arbeitsplatz reinigen
- Warenbestand prüfen und Lieferungen annehmen
- Jugendschutz einhalten und Ausschank bei Betrunkenen verweigern
- Tagesabrechnung am Schichtende erstellen
Voraussetzungen
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz
- Mindestalter 18 Jahre für den Ausschank von Spirituosen in den meisten Betrieben
- Bereitschaft zu Abend-, Nacht- und Wochenendarbeit
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Tragen
- Sicheres Kopfrechnen und Umgang mit Bargeld
- Freundliches, bestimmtes Auftreten gegenüber Gästen
Der Weg in den Beruf
Der Einstieg ist ohne Ausbildung über Anlernen möglich, oft zunächst als Aushilfe. Alternativ führt die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie oder die dreijährige zum Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie zu einem IHK-Abschluss. Weiterbildungen zum geprüften Barmixer oder Barmeister dauern einige Wochen bis Monate.
Wo man arbeitet
- Bars und Kneipen
- Clubs und Diskotheken
- Hotels
- Restaurants
- Veranstaltungs- und Cateringbetriebe
- Kreuzfahrtschiffe
Was du als Barmitarbeiter verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 2.400 € 2.200 – 2.700 €
- Mit Berufserfahrung
- 2.700 € 2.400 – 3.100 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 3.300 € 2.800 – 4.200 €
Der Grundlohn liegt oft am gesetzlichen Mindestlohn; nur ein Teil der Betriebe zahlt nach den regionalen Entgelttarifverträgen des DEHOGA für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Hotelbars und gehobene Cocktailbars zahlen meist besser als Kneipen und Clubs, und Trinkgeld sowie Nachtzuschläge können das tatsächliche Einkommen deutlich erhöhen.
Gehalt als Barmitarbeiter nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →
Gerade keine Anzeige zu diesem Beruf.
Das heißt nicht, dass niemand sucht – nur, dass heute nichts davon bei uns steht. Der Katalog bleibt trotzdem stehen, denn ein Beruf lebt länger als eine Anzeige.