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Gastronomie & Tourismus

Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie

Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie empfangen und bedienen Gäste, beraten zu Speisen und Getränken und planen und betreuen Feiern, Bankette und Tagungen. Der Beruf ist der Nachfolger des früheren Restaurantfachmanns.

Das Berufsbild

Was macht ein Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie?

Der Arbeitstag beginnt meist vor dem ersten Gast: Tische eindecken, Servietten falten, Gläser polieren, die Bar auffüllen, Reservierungen prüfen. Im Service empfangen die Fachleute Gäste, führen sie an den Tisch, erklären die Karte, empfehlen passende Weine und nehmen Bestellungen auf. Sie tragen Speisen und Getränke auf, räumen ab, rechnen am Tisch oder an der Kasse ab und kümmern sich um Reklamationen. Dazu gehört auch das Zubereiten von Kaffeespezialitäten, Cocktails und einfachen Speisen am Tisch, etwa Flambieren oder Tranchieren. Der zweite Schwerpunkt sind Veranstaltungen: Hochzeiten, Firmenfeiern, Kongresse oder Buffets für mehrere hundert Personen. Hier besprechen die Fachleute mit Kunden Ablauf, Menü und Tischordnung, erstellen Angebote und Ablaufpläne, bauen Säle auf, koordinieren das Servicepersonal und rechnen anschließend ab. Warenbestellung, Lagerhaltung und die Einhaltung der Hygieneregeln gehören ebenfalls zum Alltag.

Wie wird man Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie?

Der Beruf ist eine duale Ausbildung von drei Jahren, die im Betrieb und in der Berufsschule stattfindet und mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Sie wurde 2022 neu geordnet und ersetzt die frühere Ausbildung zum Restaurantfachmann. Die ersten beiden Jahre sind mit der Ausbildung zur Fachkraft Gastronomie identisch, wer nach zwei Jahren aufhört, kann diesen Abschluss erwerben. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe nehmen Bewerber mit Hauptschul- oder mittlerem Abschluss. Quereinsteiger mit Serviceerfahrung finden in der Gastronomie oft ohne Abschluss eine Stelle, ein IHK-Abschluss lässt sich bei ausreichender Berufspraxis auch als Externenprüfung nachholen. Englischkenntnisse sind in Hotels und Touristenorten wichtig.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Viele Stunden auf den Beinen, schwere Tabletts, Stühle und Tische beim Saalaufbau und ein hohes Tempo zu Stoßzeiten gehören dazu. Gearbeitet wird vor allem dann, wenn andere frei haben: abends, an Wochenenden und Feiertagen. Geteilte Dienste mit langer Mittagspause sind in klassischen Restaurants verbreitet, bei Veranstaltungen kann ein Einsatz bis tief in die Nacht dauern. Freundlichkeit muss auch bei schwierigen Gästen und unter Druck halten. Das Grundgehalt ist niedrig, Trinkgeld macht einen spürbaren Teil des Einkommens aus, schwankt aber stark. In vielen Betrieben herrscht Personalmangel, was zu Überstunden und kurzfristigen Dienstplanänderungen führt.

Aussichten

Die Nachfrage nach ausgebildeten Servicekräften ist hoch, viele Betriebe suchen dauerhaft und finden kaum Fachpersonal. Arbeitslosigkeit ist für ausgebildete Fachleute selten ein Problem, eher die Frage nach guten Arbeitsbedingungen. Wer aufsteigen will, kann Chef de Rang, Restaurantleiter oder Bankettleiter werden. Weiterbildungen führen zum Restaurantmeister oder Fachwirt im Gastgewerbe, zum staatlich geprüften Betriebswirt der Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe oder in Spezialisierungen wie Sommelier oder Barmixer. Auch der Weg in die Selbstständigkeit, ins Catering oder ins Eventmanagement steht offen. Die Ausbildung wird international anerkannt geschätzt, Stellen auf Kreuzfahrtschiffen oder in Hotels im Ausland sind verbreitet.

Aufgaben

  • Tische eindecken und Gasträume vorbereiten
  • Gäste empfangen und zu Speisen und Getränken beraten
  • Bestellungen aufnehmen, servieren und abräumen
  • Getränke und Kaffeespezialitäten an der Bar zubereiten
  • Bankette, Feiern und Tagungen mit Kunden planen und Angebote erstellen
  • Säle und Buffets aufbauen und den Ablauf von Veranstaltungen betreuen
  • Rechnungen erstellen und kassieren
  • Waren bestellen, Lager kontrollieren und Hygieneregeln einhalten

Voraussetzungen

  • Meist Hauptschul- oder mittlerer Schulabschluss
  • Freundliches, belastbares Auftreten im Umgang mit Gästen
  • Körperliche Ausdauer für lange Stehzeiten und Tragen
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Organisationstalent und Überblick bei hohem Tempo
  • Grundkenntnisse in Englisch, in touristischen Betrieben mehr
  • Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine duale Ausbildung von drei Jahren in einem Gastronomie- oder Hotelbetrieb mit Abschlussprüfung vor der IHK. Die ersten zwei Jahre entsprechen der Ausbildung zur Fachkraft Gastronomie, im dritten Jahr folgt die Vertiefung in Restaurantservice und Veranstaltungen.

Wo man arbeitet

  • Restaurants und Gasthöfe
  • Hotels mit Restaurant- und Bankettbetrieb
  • Catering- und Partyservice-Unternehmen
  • Kongress- und Veranstaltungszentren
  • Kreuzfahrtschiffe
  • Betriebskantinen und Freizeiteinrichtungen

Was du als Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.500 € 2.200 – 2.900 €
Mit Berufserfahrung
2.800 € 2.400 – 3.300 €
Mit langjähriger Erfahrung
3.500 € 2.900 – 4.500 €

Maßgeblich sind die regional verhandelten Tarifverträge des Gastgewerbes zwischen DEHOGA-Landesverbänden und der Gewerkschaft NGG, die aber längst nicht in allen Betrieben gelten, viele kleine Betriebe zahlen knapp über Mindestlohn. Gehobene Hotels und große Veranstaltungshäuser zahlen besser, und Trinkgeld kann das Einkommen deutlich erhöhen, ist in den Werten aber nicht enthalten.

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