Zum Inhalt springen

Weitere Berufe

Hausmeister

Hausmeister halten Wohnanlagen, Schulen, Bürogebäude und andere Liegenschaften in Ordnung. Sie erledigen kleinere Reparaturen, kontrollieren die Haustechnik, kümmern sich um Außenanlagen und Winterdienst und sind Ansprechpartner für Bewohner und Nutzer.

Das Berufsbild

Was macht ein Hausmeister?

Ein Hausmeister sorgt dafür, dass ein Gebäude funktioniert. Morgens geht er Treppenhäuser, Keller und Technikräume ab, prüft Heizung, Beleuchtung und Aufzüge und notiert Mängel. Er tauscht Leuchtmittel und Türschlösser, dichtet tropfende Wasserhähne ab, entlüftet Heizkörper und repariert klemmende Fenster. Größere Schäden behebt er nicht selbst, sondern beauftragt Handwerksfirmen, lässt sie ins Gebäude und kontrolliert die Arbeit. Dazu kommen Rasenmähen, Heckenschnitt, Laub, Mülltonnen an die Straße stellen und im Winter Schnee räumen und streuen. In Schulen schließt er morgens auf und abends ab, bereitet Räume für Veranstaltungen vor und hilft bei Umzügen von Mobiliar. In Wohnanlagen ist er Ansprechpartner für Mieter, nimmt Beschwerden auf, liest Zähler ab und begleitet Wohnungsübergaben.

Wie wird man Hausmeister?

Eine staatlich geregelte Ausbildung zum Hausmeister gibt es nicht. Die meisten kommen aus einem Handwerksberuf, etwa als Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Tischler oder Maler. Diese Vorbildung ist bei Arbeitgebern gefragt, im öffentlichen Dienst oft Voraussetzung. Quereinsteiger mit handwerklichem Geschick finden vor allem bei privaten Hausmeisterdiensten eine Stelle. Industrie- und Handelskammern sowie private Bildungsträger bieten Lehrgänge wie Hauswart oder Fachkraft für Hausmeisterdienste an, die einige Wochen bis Monate dauern. Nützlich sind außerdem Nachweise wie eine Unterweisung als elektrotechnisch unterwiesene Person, ein Motorsägenschein oder ein Staplerschein. Ein Führerschein der Klasse B wird fast immer verlangt.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Es wird viel gelaufen, getragen, auf Leitern gestanden und bei jedem Wetter draußen gearbeitet. Rücken und Knie werden über die Jahre beansprucht. Der Winterdienst beginnt oft vor fünf Uhr morgens, weil Wege vor Schulbeginn oder vor dem Berufsverkehr geräumt sein müssen. Viele Stellen sehen Rufbereitschaft am Wochenende oder in der Nacht vor, etwa bei Wasserrohrbrüchen oder Heizungsausfall. Bei Hausmeisterdiensten wechselt man zwischen mehreren Objekten und steht unter Zeitdruck. Wer in einer Dienstwohnung im Objekt wohnt, wird auch nach Feierabend angesprochen. Der Umgang mit Menschen gehört dazu und ist nicht immer angenehm: Beschwerden über Lärm, Müll oder Nachbarn landen beim Hausmeister. Gefragt sind Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, viele kleine Aufgaben ohne Anleitung zu ordnen.

Aussichten

Gebäude brauchen dauerhaft Betreuung, deshalb ist die Nachfrage stabil. Kommunen, Wohnungsgesellschaften und Facility-Management-Firmen suchen regelmäßig Personal, auch weil viele Hausmeister in den nächsten Jahren in Rente gehen. Die Haustechnik wird komplexer, mit digitaler Gebäudesteuerung, Wärmepumpen und Photovoltaik, was technisch ausgebildete Bewerber begünstigt. Die Bezahlung bleibt im Vergleich zu anderen Handwerksberufen eher bescheiden, besonders bei privaten Dienstleistern ohne Tarifbindung. Aufstiegsmöglichkeiten bieten eine Meisterprüfung im eigenen Handwerk, eine Weiterbildung zum Facility Manager oder zur geprüften Hausverwalterin sowie die Leitung eines Hausmeisterteams in größeren Liegenschaften. Manche machen sich mit einem eigenen Hausmeisterservice selbstständig.

Aufgaben

  • Gebäude, Technikräume und Außenanlagen auf Mängel kontrollieren
  • Kleinreparaturen an Türen, Fenstern, Sanitär und Beleuchtung ausführen
  • Heizungs-, Lüftungs- und Aufzugsanlagen überwachen und Störungen melden
  • Handwerksfirmen beauftragen, einweisen und ihre Arbeit abnehmen
  • Grünflächen pflegen und Winterdienst leisten
  • Mülltonnen bereitstellen und Ordnung in Keller und Treppenhaus halten
  • Zählerstände ablesen und Wohnungsübergaben begleiten
  • Räume für Veranstaltungen herrichten und Mobiliar transportieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem Handwerksberuf, etwa Elektro, Sanitär-Heizung-Klima oder Tischlerei, oder vergleichbare Erfahrung
  • Führerschein der Klasse B
  • Körperliche Belastbarkeit für Arbeit auf Leitern, im Freien und beim Tragen
  • Bereitschaft zu frühem Dienstbeginn im Winter und zu Rufbereitschaft
  • Selbstständige, zuverlässige Arbeitsweise
  • Freundlicher, bestimmter Umgang mit Mietern, Lehrkräften und Nutzern

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine drei- bis dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem Handwerksberuf mit Gesellenabschluss, danach der Wechsel in die Gebäudebetreuung. Ergänzend gibt es Lehrgänge zum Hauswart oder zur Fachkraft für Hausmeisterdienste bei IHK oder privaten Trägern, die einige Wochen bis wenige Monate dauern und mit einem Zertifikat abschließen. Quereinstieg ohne Ausbildung ist bei privaten Dienstleistern möglich.

Wo man arbeitet

  • Kommunen und Schulträger
  • Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften
  • Facility-Management- und Hausmeisterdienste
  • Krankenhäuser, Pflegeheime und Hochschulen
  • Bürogebäude und Gewerbeimmobilien
  • Kirchengemeinden und Vereine

Was du als Hausmeister verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.500 € 2.200 – 2.900 €
Mit Berufserfahrung
2.850 € 2.500 – 3.300 €
Mit langjähriger Erfahrung
3.300 € 2.900 – 3.900 €

Im öffentlichen Dienst werden Hausmeister nach TVöD oder TV-L bezahlt, meist in den Entgeltgruppen 4 bis 6, mit Handwerksausbildung oft höher; das liegt in der Regel über dem, was private Hausmeisterdienste ohne Tarifbindung zahlen. Bereitschaftsdienst, Winterdienst und eine Dienstwohnung können das tatsächliche Einkommen deutlich verändern.

Gehalt als Hausmeister nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →

Offene Stellen als Hausmeister

Alle Anzeigen zu diesem Beruf →

Alle Stellen in Weitere Berufe

Verwandte Berufe