Hotelmanagement
Fachkräfte im Hotelmanagement planen, steuern und kontrollieren den Betrieb eines Hotels oder einzelner Abteilungen wie Empfang, Bankett, Restaurant oder Housekeeping. Sie verantworten Personal, Budgets, Auslastung und Gästezufriedenheit.
Das Berufsbild
Was macht eine Hotelmanagerin oder ein Hotelmanager?
Im Hotelmanagement geht es um die Führung eines Beherbergungsbetriebs oder einzelner Bereiche darin. Je nach Hausgröße leitet man den Empfang, den Veranstaltungsbereich, die Etage oder als Direktorin das gesamte Hotel. Zum Alltag gehören Dienstpläne, Personalgespräche und Einarbeitung neuer Mitarbeitender. Hinzu kommen Zahlen: Belegung, Zimmerpreise, Wareneinsatz und Personalkosten werden täglich oder wöchentlich ausgewertet, Budgets aufgestellt und mit der Eigentümerseite oder der Hotelkette abgestimmt. Über Buchungsplattformen und Preissysteme wird die Auslastung gesteuert, mit Reiseveranstaltern und Firmenkunden werden Kontingente verhandelt. Daneben bleibt viel Arbeit im Haus: Beschwerden klären, Tagungen mit Veranstaltern absprechen, Lieferanten auswählen, Hygiene- und Brandschutzvorgaben kontrollieren, Renovierungen planen. In kleinen Häusern stehen Führungskräfte selbst an der Rezeption oder im Service, wenn Personal fehlt.
Wie wird man Hotelmanager oder Hotelmanagerin?
Einen geschützten Berufsweg gibt es nicht, üblich sind drei Wege. Der klassische beginnt mit einer dreijährigen Ausbildung, etwa als Hotelfachmann oder Hotelfachfrau oder als Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Hotelmanagement. Nach einigen Jahren Praxis folgt häufig die Weiterbildung zum staatlich geprüften Hotelbetriebswirt an einer Fachschule, die in Vollzeit zwei Jahre dauert, oder ein IHK-Abschluss wie Fachwirt im Gastgewerbe. Der zweite Weg ist ein Bachelorstudium in Hotel-, Hospitality- oder Tourismusmanagement an Hochschulen oder privaten Hotelfachschulen, meist sechs bis sieben Semester mit Praxissemester. Wer studiert, steigt oft über ein Traineeprogramm einer Hotelkette ein. Quereinsteiger aus Betriebswirtschaft, Vertrieb oder Eventbranche finden vor allem im Verkauf und in der Verwaltung größerer Häuser Platz, für die operative Leitung wird Hotelpraxis fast immer erwartet.
Was der Beruf verlangt
Hotels laufen rund um die Uhr, an Wochenenden und Feiertagen. Führungskräfte arbeiten in Schichten, oft länger als vereinbart, und sind in der Saison oder bei Großveranstaltungen kaum planbar frei. Der Personalmangel im Gastgewerbe ist deutlich spürbar: offene Stellen, hohe Fluktuation und kurzfristige Ausfälle müssen ständig ausgeglichen werden. Dazu kommt Druck von zwei Seiten, von Gästen mit hohen Erwartungen und von Eigentümern oder Konzernzentralen mit festen Kennzahlen. Wer aufsteigen will, muss häufig umziehen, auch ins Ausland. Gefragt sind belastbare Nerven, Verhandlungsgeschick, sicheres Englisch und die Fähigkeit, auch unter Stress freundlich und entschieden aufzutreten. Das Familienleben leidet in diesem Beruf erfahrungsgemäß stärker als in Bürojobs mit festen Zeiten.
Aussichten
Die Nachfrage nach Führungskräften im Gastgewerbe ist hoch, weil viele Betriebe Schwierigkeiten haben, Stellen zu besetzen. Gute Chancen bestehen in Stadthotels, bei Ketten und in der Ferienhotellerie. Typische Stationen sind Assistenz der Abteilungsleitung, Abteilungsleitung, stellvertretende Direktion und Direktion. Andere spezialisieren sich auf Revenue Management, Verkauf, Personal oder Qualitätsmanagement, teils in der Zentrale einer Hotelgruppe. Auch ein Wechsel in verwandte Branchen wie Kreuzfahrt, Seniorenresidenzen, Klinikverwaltung oder Eventagenturen ist verbreitet. Die Selbstständigkeit mit einem eigenen Haus oder als Pächter ist möglich, aber mit hohem finanziellem Risiko verbunden.
Aufgaben
- Dienstpläne erstellen und Personal einsetzen
- Belegung, Umsätze und Kosten auswerten
- Zimmerpreise und Kontingente steuern
- Budgets planen und mit Eigentümern abstimmen
- Beschwerden von Gästen klären
- Tagungen und Veranstaltungen mit Kunden absprechen
- Verträge mit Lieferanten und Reiseveranstaltern verhandeln
- Hygiene-, Arbeitsschutz- und Brandschutzvorgaben kontrollieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Gastgewerbe mit Weiterbildung oder Studium im Hotel- oder Tourismusmanagement
- Mehrjährige Praxis in mindestens einer Hotelabteilung
- Sichere Englischkenntnisse, weitere Fremdsprachen von Vorteil
- Betriebswirtschaftliches Verständnis und Umgang mit Hotelsoftware
- Belastbarkeit bei Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
- Führungsstärke und Verhandlungsgeschick
- Bereitschaft zum Ortswechsel für den Aufstieg
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung im Hotel, etwa als Hotelfachmann oder Kaufmann für Hotelmanagement, gefolgt von Berufspraxis und einer zweijährigen Weiterbildung zum staatlich geprüften Hotelbetriebswirt. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Hotel- oder Hospitalitymanagement von sechs bis sieben Semestern, oft mit anschließendem Traineeprogramm, in die Leitungsebene.
Wo man arbeitet
- Stadt- und Businesshotels
- Ferien- und Wellnesshotels
- Hotelketten und deren Zentralen
- Tagungs- und Kongresshotels
- Kreuzfahrtschiffe
- Seniorenresidenzen und Serviced Apartments
Was du als Hotelmanagement verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 3.200 € 2.800 – 3.700 €
- Mit Berufserfahrung
- 4.100 € 3.400 – 5.000 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 6.000 € 4.500 – 9.000 €
Für Fach- und untere Leitungsebenen gelten die Entgelttarifverträge des Hotel- und Gaststättengewerbes, die DEHOGA und die Gewerkschaft NGG je Bundesland abschließen; Direktions- und viele Abteilungsleitungen werden außertariflich bezahlt. Am stärksten hängt das Gehalt von Größe, Sternekategorie und Standort des Hauses ab sowie davon, ob es zu einer internationalen Kette gehört oder privat geführt wird.
Gehalt als Hotelmanagement nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →
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