Zum Inhalt springen

Handwerk & Produktion

Informationselektroniker

Informationselektroniker installieren, konfigurieren und warten informations- und kommunikationstechnische Anlagen wie Netzwerke, Telefon- und Sicherheitssysteme, Empfangsanlagen und vernetzte Haustechnik. Sie arbeiten meist in Handwerksbetrieben und häufig direkt beim Kunden.

Das Berufsbild

Was macht ein Informationselektroniker?

Informationselektroniker sorgen dafür, dass Geräte und Anlagen der Informations- und Kommunikationstechnik funktionieren. Sie verlegen Netzwerk- und Glasfaserkabel, montieren Router, Switches und WLAN-Zugangspunkte und richten sie ein. Sie bauen Telefonanlagen, Videoüberwachung, Einbruch- und Brandmeldeanlagen, SAT- und Antennenanlagen sowie Smart-Home-Systeme auf. Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Messgeräte anschließen, Signalpegel prüfen, defekte Baugruppen finden und tauschen, Software aktualisieren. In Firmen betreuen sie Kassensysteme, Drucker und Arbeitsplatzrechner. Hinzu kommen Kundenberatung, das Erstellen von Angeboten und die Dokumentation der Anlagen. Die Reparatur klassischer Unterhaltungselektronik spielt nur noch eine kleine Rolle.

Wie wird man Informationselektroniker?

Der Weg führt über eine duale Ausbildung im Handwerk, die dreieinhalb Jahre dauert. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer, die in zwei Teilen abgelegt wird. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, Betriebe stellen aber überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein. Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik erleichtern die Ausbildung deutlich. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Quereinsteiger aus verwandten Elektroberufen oder der IT können über eine Umschulung oder eine Externenprüfung zum Gesellenbrief kommen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit verbindet Handwerk und IT. Kabel werden in Kellern, auf Dachböden, in abgehängten Decken und auf Dächern verlegt, oft in gebückter Haltung, auf Leitern oder in der Kälte. Wer Höhenangst hat, tut sich bei Antennen- und Außenmontagen schwer. Gleichzeitig muss man sich ständig in neue Geräte, Protokolle und Software einarbeiten, weil sich die Technik schnell ändert. Viele Einsätze finden beim Kunden statt, was Fahrzeiten, wechselnde Arbeitsorte und den Umgang mit ungeduldigen Kunden bei Störungen bedeutet. Die Arbeitszeiten liegen meist tagsüber, Bereitschafts- und Notdienste für Sicherheits- oder Kommunikationsanlagen kommen in vielen Betrieben hinzu. Sorgfalt ist Pflicht, denn Fehler bei Brandmelde- oder Netzwerktechnik haben ernste Folgen. Die Bezahlung liegt im Vergleich zu IT-Berufen in der Industrie eher niedrig.

Aussichten

Die Nachfrage ist gut. Das Elektrohandwerk sucht seit Jahren Fachkräfte, und Glasfaserausbau, Sicherheitstechnik, Gebäudevernetzung und Smart Home schaffen dauerhaft Arbeit. Rückläufig ist dagegen das Geschäft mit der Reparatur von Fernsehern und Unterhaltungsgeräten. Nach der Ausbildung bieten sich Spezialisierungen etwa in Netzwerk-, Sicherheits- oder Kommunikationstechnik an, oft verbunden mit Herstellerzertifikaten. Die Meisterprüfung im Informationstechniker-Handwerk berechtigt zur Führung eines eigenen Betriebs und zur Ausbildung. Weitere Wege sind die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder ein Studium der Elektro- oder Informationstechnik. Manche wechseln später in Industrie, Systemhäuser oder den technischen Außendienst von Herstellern.

Aufgaben

  • Netzwerk- und Glasfaserkabel verlegen und anschließen
  • Router, Switches und WLAN-Systeme installieren und konfigurieren
  • Telefon-, Video- und Sicherheitsanlagen aufbauen und warten
  • SAT- und Antennenanlagen montieren und einmessen
  • Störungen mit Messgeräten suchen und beheben
  • Smart-Home-Komponenten einrichten und vernetzen
  • Kunden beraten und Angebote vorbereiten
  • Anlagen dokumentieren und übergeben

Voraussetzungen

  • Meist mittlerer Schulabschluss, gute Noten in Mathematik und Physik
  • Technisches Verständnis und Interesse an IT und Elektronik
  • Sorgfalt und systematisches Vorgehen bei der Fehlersuche
  • Schwindelfreiheit und körperliche Belastbarkeit für Montagen
  • Freundlicher Umgang mit Kunden
  • Führerschein Klasse B, da viele Einsätze beim Kunden stattfinden

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung im Handwerk, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abschließt. Danach ist eine Weiterbildung zum Meister im Informationstechniker-Handwerk oder zum staatlich geprüften Techniker möglich.

Wo man arbeitet

  • Handwerksbetriebe der Informationstechnik
  • Elektroinstallationsbetriebe
  • Errichter von Sicherheits- und Brandmeldetechnik
  • Systemhäuser und IT-Dienstleister
  • Telekommunikations- und Glasfaserdienstleister
  • Fachhandel für Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik

Was du als Informationselektroniker verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.700 € 2.400 – 3.000 €
Mit Berufserfahrung
3.200 € 2.800 – 3.600 €
Mit langjähriger Erfahrung
3.800 € 3.300 – 4.500 €

In tarifgebundenen Betrieben gelten die regionalen Tarifverträge für das Elektrohandwerk, die von den Landesinnungsverbänden mit der IG Metall abgeschlossen werden; viele kleine Betriebe sind jedoch nicht tarifgebunden und zahlen weniger. Mehr verdienen Meister, Spezialisten für Sicherheits- oder Netzwerktechnik und Beschäftigte, die in Industrie oder größere Systemhäuser wechseln.

Gehalt als Informationselektroniker nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →

Offene Stellen als Informationselektroniker

Alle Anzeigen zu diesem Beruf →

Alle Stellen in Handwerk & Produktion

Verwandte Berufe