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Mobiler Kundenberater Fahrzeugbewertung & Ankauf

Mobile Kundenberaterinnen und Kundenberater für Fahrzeugbewertung und Ankauf fahren zu Privatleuten oder Firmen, begutachten dort Gebrauchtwagen, ermitteln einen Ankaufspreis und schließen im Erfolgsfall den Kaufvertrag direkt vor Ort ab.

Das Berufsbild

Was macht ein mobiler Kundenberater Fahrzeugbewertung & Ankauf?

Der Arbeitstag besteht aus mehreren Terminen bei Kundinnen und Kunden, die ihr Auto verkaufen wollen, meist vor der Haustür, auf einem Firmenparkplatz oder in einer Tiefgarage. Vor Ort wird das Fahrzeug systematisch geprüft: Lack mit dem Schichtdickenmessgerät auf Unfallschäden untersuchen, Reifenprofil messen, Innenraum und Motorraum ansehen, Fehlerspeicher auslesen, eine kurze Probefahrt machen, Fahrzeugpapiere und Serviceheft kontrollieren. Alle Befunde und Fotos werden in eine App eingetragen, die zusammen mit Marktdaten einen Preis vorschlägt oder an eine Zentrale übermittelt. Danach folgt das Verkaufsgespräch: das Angebot erklären, Abzüge begründen, auf Einwände eingehen und bei Einigung den Kaufvertrag samt Abmeldung und Übergabe der Schlüssel abwickeln. Ein Teil der Zeit geht für Fahrten zwischen den Terminen und für Dokumentation drauf.

Wie wird man mobiler Kundenberater Fahrzeugbewertung & Ankauf?

Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. Arbeitgeber suchen bevorzugt Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Kfz-Mechatroniker, Automobilkaufmann oder aus dem Autohandel, weil technisches Verständnis und Verkaufserfahrung zusammenkommen müssen. Quereinsteiger aus Vertrieb oder Außendienst werden ebenfalls eingestellt, wenn sie sich ernsthaft für Fahrzeuge interessieren. Die Einarbeitung dauert in der Regel einige Wochen und umfasst Schulungen zur Schadenserkennung, zur Bewertungssoftware und zur Gesprächsführung. Wer langfristig in die Fahrzeugbewertung gehen will, kann später eine Weiterbildung zum Kfz-Sachverständigen oder Schadengutachter anschließen.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf verbindet Technik und Verkauf, und der Verkaufsdruck ist spürbar. Viele Arbeitgeber zahlen einen erheblichen Teil des Einkommens als Provision, die sich nach Zahl und Marge der angekauften Fahrzeuge richtet. Gleichzeitig erwarten Kunden oft mehr Geld, als der Markt hergibt; Enttäuschung und Verhandlungen über jeden Kratzer gehören zum Alltag. Hier braucht es Gelassenheit und die Fähigkeit, einen niedrigen Preis sachlich zu begründen. Die Arbeit findet draußen statt, bei Regen, Hitze und Kälte, häufig kniend oder unter dem Fahrzeug. Die Tage sind lang und durch Fahrzeiten geprägt, Termine liegen oft am späten Nachmittag oder am Samstag, weil Privatleute dann Zeit haben. Verspätungen und Absagen bringen den Tagesplan regelmäßig durcheinander. Wer allein unterwegs ist, muss sich selbst organisieren und mit wenig direktem Kontakt zu Kollegen zurechtkommen.

Aussichten

Der Ankauf von Gebrauchtwagen hat sich in den letzten Jahren stark zu Online-Plattformen und großen Händlergruppen verlagert, die mobile Bewerter einsetzen, um Kunden den Weg in eine Filiale zu ersparen. Der Bedarf an Personal ist da, die Fluktuation ist allerdings hoch, was auch an den Provisionsmodellen und der Belastung liegt. Die Nachfrage schwankt mit dem Gebrauchtwagenmarkt. Wer gute Bewertungen und stabile Ankaufszahlen vorweisen kann, steigt zum Gebietsleiter oder Teamleiter auf, wechselt in den Einkauf eines Autohauses oder Remarketing-Bereich einer Leasinggesellschaft. Mit einer Sachverständigenqualifikation öffnet sich zusätzlich der Weg in die Gutachtertätigkeit, auch selbstständig.

Aufgaben

  • Termine mit Verkaufsinteressenten planen und anfahren
  • Fahrzeuge auf Unfallschäden, Verschleiß und technische Mängel prüfen
  • Fehlerspeicher auslesen und Probefahrten durchführen
  • Zustand, Ausstattung und Schäden mit Fotos in der Bewertungs-App dokumentieren
  • Ankaufspreise anhand von Marktdaten ermitteln und erläutern
  • Preisverhandlungen mit Kundinnen und Kunden führen
  • Kaufverträge abschließen und Fahrzeugübergabe organisieren

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, meist seit mehreren Jahren
  • Technisches Fahrzeugwissen, idealerweise aus einer Kfz-Ausbildung oder dem Autohandel
  • Verhandlungsgeschick und sicheres Auftreten im Kundengespräch
  • Belastbarkeit gegenüber Zielvorgaben und Provisionsdruck
  • Selbstständige Arbeitsweise und gute Zeitplanung
  • Bereitschaft zur Arbeit im Freien und zu langen Fahrzeiten
  • Sicherer Umgang mit Tablet und Smartphone-Apps

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung als Kfz-Mechatroniker oder Automobilkaufmann, gefolgt von einigen Wochen Einarbeitung beim Arbeitgeber. Quereinsteiger mit Vertriebserfahrung werden ebenfalls eingestellt und intern geschult. Eine spätere Weiterbildung zum Kfz-Sachverständigen ist möglich.

Wo man arbeitet

  • Online-Plattformen für den Gebrauchtwagenankauf
  • Autohausgruppen und Gebrauchtwagenhändler
  • Leasing- und Fuhrparkgesellschaften
  • Prüf- und Sachverständigenorganisationen
  • Außendienst bei Privatkunden und Firmen vor Ort

Was du als Mobiler Kundenberater Fahrzeugbewertung & Ankauf verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
3.000 € 2.600 – 3.500 €
Mit Berufserfahrung
3.500 € 3.000 – 4.300 €
Mit langjähriger Erfahrung
4.200 € 3.600 – 5.200 €

Das Einkommen hängt stark vom Provisionsanteil ab, der je nach Arbeitgeber einen großen Teil des Gehalts ausmacht und mit den Ankaufszahlen schwankt; die Werte beziehen sich auf das Fixum mit durchschnittlicher Provision. Ein Tarifvertrag gilt meist nicht, nur bei tarifgebundenen Autohäusern greift der regionale Tarifvertrag des Kfz-Handwerks, und häufig gehört ein auch privat nutzbarer Dienstwagen zum Paket.

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