Monteur
Monteure bauen Maschinen, Anlagen, Bauteile oder Einrichtungen beim Hersteller oder direkt beim Kunden auf, schließen sie an, nehmen sie in Betrieb und halten sie instand. Der Beruf ist meist mit einer handwerklichen Ausbildung verbunden und häufig mit Reisetätigkeit.
Das Berufsbild
Was macht ein Monteur?
Monteure setzen zusammen, was andere geplant und gefertigt haben. Je nach Branche sind das Fenster und Türen, Küchen, Heizungs- und Lüftungsanlagen, Förderbänder, Industriemaschinen, Stahlkonstruktionen oder elektrische Schaltanlagen. Ein typischer Arbeitstag beginnt mit dem Lesen von Zeichnungen, Schaltplänen oder Montageanleitungen. Danach werden Bauteile ausgerichtet, verschraubt, verschweißt oder verklebt, Leitungen verlegt und Anschlüsse hergestellt. Zum Abschluss wird geprüft, ob alles funktioniert, die Anlage wird in Betrieb genommen und der Kunde eingewiesen. Ein großer Teil der Arbeit besteht in Wartung und Reparatur: Fehler suchen, Verschleißteile tauschen, Messwerte protokollieren. Wer als Servicemonteur arbeitet, fährt täglich zu mehreren Kunden. Wer auf Montage geht, ist oft wochenlang auf einer Baustelle oder in einem Werk im In- oder Ausland.
Wie wird man Monteur?
„Monteur“ ist keine eigene Ausbildung, sondern eine Tätigkeitsbezeichnung. Der übliche Weg führt über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Metall- oder Elektrobereich, etwa als Industriemechaniker, Mechatroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker oder Konstruktionsmechaniker. Für Fenster- und Küchenmontage reicht oft eine Ausbildung als Tischler oder Schreiner, teilweise auch eine Anlernphase. Quereinsteiger ohne passenden Abschluss finden häufig über Zeitarbeitsfirmen Zugang, arbeiten dann aber meist als Montagehelfer mit geringerem Lohn. Ein Führerschein der Klasse B wird fast immer verlangt. Schweißscheine, Elektrofachkraft-Nachweise oder Kranscheine erweitern die Einsatzmöglichkeiten.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Monteure heben schwere Teile, arbeiten über Kopf, knien in engen Schächten oder stehen auf Gerüsten und Hebebühnen, oft bei Kälte, Lärm und Staub. Rücken- und Gelenkbeschwerden sind im Laufe eines Berufslebens verbreitet. Hinzu kommt Zeitdruck, weil eine stehende Anlage beim Kunden Geld kostet. Wer auf Montage geht, verbringt viele Nächte in Pensionen oder Monteurzimmern und ist unter der Woche nicht zu Hause, was sich mit Familie schwer vereinbaren lässt. Bereitschaftsdienste am Wochenende und Überstunden kommen besonders im Service vor. Gefragt sind technisches Verständnis, sorgfältiges Arbeiten nach Sicherheitsvorschriften und die Fähigkeit, Probleme vor Ort ohne Rücksprache zu lösen. Auf Baustellen arbeiten Monteure eng mit anderen Gewerken zusammen, im Auslandseinsatz helfen Englischkenntnisse.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch. In der Gebäudetechnik treiben Wärmepumpen, Photovoltaik und energetische Sanierung den Bedarf, im Maschinen- und Anlagenbau suchen Hersteller dauerhaft Servicepersonal. Viele Betriebe finden kaum Fachkräfte, was die Verhandlungsposition von ausgebildeten Monteuren stärkt. Weiterentwickeln lässt sich der Beruf zum Obermonteur oder Montageleiter, der Baustellen und Teams führt. Mit einer Meister- oder Technikerweiterbildung öffnen sich Wege in Arbeitsvorbereitung, Projektleitung oder in die Selbstständigkeit. Wer dauerhaft nicht mehr reisen will, wechselt häufig in den Innendienst, die Werkstatt oder die Kundenbetreuung.
Aufgaben
- Montagepläne, Zeichnungen und Schaltpläne lesen
- Bauteile ausrichten, verschrauben, verschweißen oder verkleben
- Leitungen, Rohre und Kabel verlegen und anschließen
- Anlagen prüfen, einstellen und in Betrieb nehmen
- Fehler suchen und defekte Teile austauschen
- Wartungsarbeiten durchführen und protokollieren
- Kunden in die Bedienung einweisen
- Arbeitsberichte und Stundennachweise schreiben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Metall-, Elektro- oder Holzbereich, für Helfertätigkeiten Anlernung
- Führerschein Klasse B
- Körperliche Belastbarkeit und Schwindelfreiheit
- Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- Bereitschaft zu Reisen und auswärtiger Übernachtung
- Je nach Einsatz Zusatznachweise wie Schweißschein, Elektrofachkraft oder Staplerschein
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung, etwa als Industriemechaniker, Mechatroniker, Anlagenmechaniker SHK oder Elektroniker, die mit der Gesellen- oder Facharbeiterprüfung abschließt. Für einfachere Montagearbeiten genügt teilweise eine Anlernzeit von einigen Wochen bis Monaten.
Wo man arbeitet
- Maschinen- und Anlagenbauer
- Handwerksbetriebe für Sanitär, Heizung, Klima und Elektro
- Fenster-, Türen- und Küchenhersteller
- Stahl- und Metallbaubetriebe
- Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung
- Zeitarbeitsfirmen
Was du als Monteur verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 2.900 € 2.500 – 3.300 €
- Mit Berufserfahrung
- 3.400 € 2.900 – 4.000 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 4.000 € 3.400 – 4.800 €
Am meisten hängt das Gehalt von der Branche und der Tarifbindung ab: In der Industrie nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) liegt es deutlich höher als im Handwerk, etwa nach den Tarifverträgen des Elektro- oder SHK-Handwerks, und in der Zeitarbeit nach den Tarifwerken von GVP und DGB oft am niedrigsten. Auf Montage kommen Auslösen, Reise- und Überstundenzuschläge hinzu, die das Nettoeinkommen spürbar erhöhen, hier aber nicht enthalten sind.
Gehalt als Monteur nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →
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