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Finanzen & Controlling

Security Objektschutz

Sicherheitskräfte im Objektschutz bewachen Gebäude, Betriebsgelände und Anlagen, kontrollieren Zugänge, gehen Streife und reagieren auf Alarme und Störungen. Die Arbeit läuft meist im Schichtdienst, auch nachts und an Wochenenden.

Das Berufsbild

Was macht eine Security im Objektschutz?

Sicherheitskräfte im Objektschutz sorgen dafür, dass ein bestimmtes Gelände oder Gebäude geschützt bleibt: ein Bürohaus, ein Werk, ein Rechenzentrum, eine Bank, ein Krankenhaus oder eine Unterkunft. Ein großer Teil der Schicht besteht aus Pforten- und Empfangsdienst. Dort werden Besucher angemeldet, Ausweise ausgegeben, Lieferfahrzeuge kontrolliert und Schlüssel verwaltet. Dazu kommen Kontrollgänge über das Gelände, bei denen Türen, Fenster, Zäune und technische Anlagen geprüft werden. In der Leitstelle oder am Monitor werden Videoanlagen, Brandmelde- und Einbruchmeldeanlagen überwacht. Bei einem Alarm muss die Sicherheitskraft die Lage einschätzen, Polizei oder Feuerwehr verständigen und den Einsatz dokumentieren. Jede Schicht endet mit Einträgen ins Wachbuch oder in eine digitale Kontrollsoftware. Vieles ist Routine, manchmal stundenlang ereignislos, gelegentlich kommt es zu Konflikten mit Personen, die sich unberechtigt aufhalten.

Wie wird man Security im Objektschutz?

Der häufigste Weg ist der Quereinstieg. Gesetzlich vorgeschrieben ist mindestens die Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, ein Kurs von 40 Unterrichtsstunden ohne Prüfung. Für bestimmte Einsätze, etwa in Flüchtlingsunterkünften, bei Großveranstaltungen oder als Ladendetektiv, ist die Sachkundeprüfung nach § 34a nötig, die viele Arbeitgeber ohnehin erwarten. Vor dem Einsatz prüft die Behörde über das Bewacherregister die Zuverlässigkeit, ein einwandfreies Führungszeugnis ist Pflicht. Wer einen anerkannten Abschluss möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen. Berufserfahrene können die IHK-Fortbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft ablegen.

Was der Beruf verlangt

Der Objektschutz läuft rund um die Uhr. Nachtschichten, Wochenend- und Feiertagsdienste gehören zum Alltag, Schichten von zwölf Stunden sind verbreitet, und viele Beschäftigte arbeiten deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche, um auf ein ausreichendes Einkommen zu kommen. Lange Phasen, in denen nichts passiert, erfordern Konzentration gegen die Müdigkeit. Außendienst bedeutet Streifengänge bei Regen, Kälte und Hitze, oft allein. Konflikte mit aggressiven oder betrunkenen Personen kommen je nach Objekt vor, ebenso das Gefühl, bei einem Ernstfall auf sich gestellt zu sein. Verlangt werden ein ruhiges Auftreten, Deutschkenntnisse für Gespräche und Berichte, Zuverlässigkeit und körperliche Belastbarkeit. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, und der Wettbewerb unter Sicherheitsfirmen um Aufträge drückt auf Arbeitsbedingungen und Personaldecke.

Aussichten

Die Nachfrage nach Sicherheitspersonal ist hoch und stabil. Unternehmen, Behörden und kritische Infrastruktur wie Energieversorger oder Rechenzentren lassen ihre Objekte zunehmend bewachen, und viele Sicherheitsfirmen suchen dauerhaft Personal. Ein Arbeitsplatz ist daher meist schnell gefunden, auch ohne Berufsausbildung. Wer aufsteigen will, kommt über die Sachkundeprüfung, die IHK-Abschlüsse und Zusatzqualifikationen wie Brandschutzhelfer, Ersthelfer oder Leitstellenarbeit weiter. Mit Erfahrung sind Positionen als Schichtführer oder Objektleiter möglich, mit der Fortbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit auch Einsatzplanung und Personalverantwortung. Gut bezahlte Nischen sind Werkschutz in Industriebetrieben mit eigenem Tarif, Leitstellen und der Schutz kerntechnischer oder militärischer Anlagen.

Aufgaben

  • Besucher am Empfang anmelden und Ausweise ausgeben
  • Zufahrten und Lieferverkehr kontrollieren
  • Kontrollgänge über Gelände und durch Gebäude machen
  • Video-, Brand- und Einbruchmeldeanlagen überwachen
  • Bei Alarmen die Lage prüfen und Polizei oder Feuerwehr rufen
  • Schlüssel und Zutrittsberechtigungen verwalten
  • Vorkommnisse im Wachbuch oder in der Software dokumentieren
  • Unbefugte Personen ansprechen und des Geländes verweisen

Voraussetzungen

  • Unterrichtung nach § 34a GewO, für viele Einsätze Sachkundeprüfung nach § 34a
  • Einwandfreies Führungszeugnis und Zuverlässigkeitsprüfung über das Bewacherregister
  • Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten
  • Gute Deutschkenntnisse für Gespräche und schriftliche Berichte
  • Ruhiges, bestimmtes Auftreten in Konfliktsituationen
  • Körperliche Belastbarkeit für lange Schichten und Außendienst
  • Oft Führerschein Klasse B für Revierfahrten

Der Weg in den Beruf

Die meisten steigen nach der 40-stündigen Unterrichtung oder der Sachkundeprüfung nach § 34a GewO bei der IHK ein, was wenige Wochen dauert. Ein anerkannter Berufsabschluss ist über die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit möglich. Später folgen die IHK-Fortbildungen zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft und zum Meister für Schutz und Sicherheit.

Wo man arbeitet

  • Private Sicherheitsdienstleister
  • Werkschutz von Industrieunternehmen
  • Bürogebäude und Banken
  • Krankenhäuser und Behörden
  • Rechenzentren und Energieversorger
  • Flüchtlingsunterkünfte und Wohnanlagen

Was du als Security Objektschutz verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.550 € 2.300 – 2.800 €
Mit Berufserfahrung
2.800 € 2.500 – 3.200 €
Mit langjähriger Erfahrung
3.500 € 3.000 – 4.300 €

Maßgeblich sind die regionalen Entgelttarifverträge für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen BDSW und ver.di, die je Bundesland und Tätigkeit unterschiedliche Stundenlöhne festlegen. Das tatsächliche Monatseinkommen hängt stark von der Zahl der geleisteten Stunden und den Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlägen ab, im Werkschutz großer Industriebetriebe mit Haustarif oder IG-Metall-Tarif wird deutlich mehr gezahlt.

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