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Technik & Ingenieurwesen

Servicetechniker Sicherheitstechnik

Servicetechniker für Sicherheitstechnik installieren, prüfen und reparieren Brandmelde-, Einbruchmelde-, Video- und Zutrittskontrollanlagen bei Kunden vor Ort. Sie sorgen dafür, dass diese Anlagen im Ernstfall zuverlässig funktionieren und den Normen entsprechen.

Das Berufsbild

Was macht ein Servicetechniker Sicherheitstechnik?

Der Arbeitstag beginnt meist mit einer Tourenplanung und endet selten am selben Ort. Servicetechniker fahren zu Bürogebäuden, Krankenhäusern, Lagerhallen, Schulen oder Privathäusern und warten dort Brandmeldeanlagen, Einbruchmeldeanlagen, Videoüberwachung, Zutrittskontrollen und Sprachalarmanlagen. Ein großer Teil der Arbeit sind gesetzlich oder versicherungsrechtlich vorgeschriebene Inspektionen: Rauchmelder mit Prüfgas auslösen, Bewegungsmelder testen, Akkus messen, Übertragungswege zur Leitstelle prüfen und alles im Prüfbuch dokumentieren. Hinzu kommen Störungseinsätze, bei denen ein Fehlalarm oder eine ausgefallene Kamera schnell behoben werden muss. Bei Neuinstallationen werden Kabel verlegt, Zentralen montiert, Melder adressiert und die Anlage per Laptop programmiert und in Betrieb genommen. Weil viele Systeme inzwischen über Netzwerk laufen, gehört das Einrichten von IP-Kameras, Servern und Fernzugriffen zunehmend dazu. Kunden werden in die Bedienung eingewiesen.

Wie wird man Servicetechniker Sicherheitstechnik?

Einen eigenen Ausbildungsberuf mit diesem Namen gibt es nicht. Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung als Elektroniker für Informations- und Systemtechnik, als Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik oder als Informationselektroniker. Danach folgt die Einarbeitung beim Errichterbetrieb, oft ergänzt durch Herstellerschulungen für bestimmte Zentralen. Für Brandmeldeanlagen verlangen Betriebe häufig die Qualifikation als Fachkraft nach DIN 14675, für Einbruchmeldetechnik VdS-Lehrgänge. Quereinsteiger aus verwandten Elektroberufen oder der Netzwerktechnik finden ebenfalls Stellen, wenn sie die nötigen Nachweise nachholen. Ohne elektrotechnische Ausbildung ist der Einstieg schwierig, da Arbeiten an elektrischen Anlagen eine Elektrofachkraft erfordern.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf bedeutet viel Fahrerei, oft mehrere Stunden am Tag im Firmenwagen, bei manchen Arbeitgebern auch Übernachtungen auswärts. Rufbereitschaft am Abend, am Wochenende und an Feiertagen ist in vielen Betrieben üblich, weil Störungen an Brandmeldeanlagen nicht bis Montag warten können. Körperlich verlangt die Arbeit einiges: Leitern, Hubarbeitsbühnen, Arbeiten über Kopf in Zwischendecken, in staubigen Kellern oder auf Dachböden. Bei Wartungen in laufendem Betrieb, etwa in Kliniken oder Rechenzentren, ist Zeitdruck verbreitet, und Kunden reagieren gereizt, wenn eine Anlage Fehlalarme produziert und die Feuerwehr ausrückt. Sorgfalt in der Dokumentation ist Pflicht, denn im Schadensfall prüfen Versicherungen und Behörden die Unterlagen. Wer nicht gern allein entscheidet und mit wechselnden Ansprechpartnern umgeht, tut sich schwer.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Wartungspflichten für Brandschutztechnik, steigende Anforderungen von Versicherern und die Vernetzung von Gebäudetechnik sorgen für dauerhaft volle Auftragsbücher, während viele Betriebe kaum Fachkräfte finden. Entwicklungswege führen zum Projektleiter, Fachplaner oder Inbetriebnehmer für Großanlagen, über die Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk oder eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker in die Bauleitung oder die Selbstständigkeit als Errichterbetrieb. Auch der Wechsel zu Herstellern als Supporttechniker oder Schulungsleiter ist möglich.

Aufgaben

  • Brandmelde- und Einbruchmeldeanlagen nach Norm inspizieren und warten
  • Störungen und Fehlalarme vor Ort eingrenzen und beheben
  • Melder, Kameras, Zentralen und Zutrittsleser montieren und verkabeln
  • Anlagen per Software programmieren und in Betrieb nehmen
  • IP-Kameras und Netzwerkkomponenten einrichten
  • Prüfprotokolle und Prüfbücher führen
  • Kunden in die Bedienung der Anlagen einweisen
  • Rufbereitschaft für Notfalleinsätze übernehmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem Elektroberuf, etwa Elektroniker für Informations- und Systemtechnik
  • Führerschein Klasse B
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Reisetätigkeit
  • Schwindelfreiheit und körperliche Belastbarkeit für Arbeiten auf Leitern und Bühnen
  • Grundkenntnisse in Netzwerktechnik
  • Sorgfalt bei Prüfung und Dokumentation
  • Je nach Anlage Nachweise wie DIN 14675 oder VdS-Schulungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung als Elektroniker für Informations- und Systemtechnik oder Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik mit Abschluss vor der IHK oder Handwerkskammer. Anschließend folgen Einarbeitung und Fachlehrgänge, etwa zur Fachkraft für Brandmeldeanlagen nach DIN 14675, die wenige Tage bis Wochen dauern.

Wo man arbeitet

  • Errichterbetriebe für Sicherheitstechnik
  • Elektrohandwerksbetriebe
  • Hersteller von Brandmelde- und Sicherheitssystemen
  • Facility-Management-Unternehmen
  • Haustechnik großer Kliniken, Flughäfen oder Industriebetriebe

Was du als Servicetechniker Sicherheitstechnik verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
3.100 € 2.800 – 3.500 €
Mit Berufserfahrung
3.700 € 3.300 – 4.300 €
Mit langjähriger Erfahrung
4.400 € 3.900 – 5.200 €

Viele Errichterbetriebe sind nicht tarifgebunden; wo ein Tarif gilt, ist es meist der regionale Tarifvertrag des Elektrohandwerks oder bei Herstellern der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall), der deutlich höher liegt. Zusätzlich machen Bereitschaftspauschalen, Einsatzzuschläge und Auslösungen einen spürbaren Teil des Einkommens aus, und große Konzerne zahlen meist mehr als kleine Handwerksbetriebe.

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Gerade keine Anzeige zu diesem Beruf.

Das heißt nicht, dass niemand sucht – nur, dass heute nichts davon bei uns steht. Der Katalog bleibt trotzdem stehen, denn ein Beruf lebt länger als eine Anzeige.

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