SHK Techniker Montagevorbereitung / Aufmaß Wärmepumpen
SHK-Techniker für Montagevorbereitung und Aufmaß nehmen vor dem Einbau einer Wärmepumpe das Gebäude und die bestehende Heizung auf, berechnen den Wärmebedarf und planen die Montage so, dass das Installationsteam ohne Überraschungen arbeiten kann.
Das Berufsbild
Was macht ein SHK-Techniker Montagevorbereitung / Aufmaß Wärmepumpen?
Die Arbeit beginnt meist beim Kunden vor Ort, im Einfamilienhaus, im Reihenhaus oder im kleinen Mehrfamilienhaus. Dort wird der Heizungskeller aufgenommen: Kessel, Leitungsführung, Pufferspeicher, Warmwasserbereitung, Heizkörper oder Fußbodenheizung. Räume werden vermessen, Heizkörper erfasst, Vorlauftemperaturen und Verbrauchsdaten der letzten Jahre abgefragt. Außen wird geprüft, wo die Außeneinheit stehen kann, ob Abstände zur Grundstücksgrenze und Schallschutzvorgaben eingehalten werden, wie die Kältemittel- oder Hydraulikleitungen ins Haus kommen und ob der Zählerschrank für den zusätzlichen Anschluss reicht. Zurück im Büro entstehen daraus eine Heizlastberechnung, die Auslegung der Wärmepumpe, ein hydraulisches Schema, eine Materialliste und ein Montageplan. Dazu kommen Unterlagen für Förderanträge und die Abstimmung mit Elektrikern, Netzbetreibern und dem Montageteam. Ein Teil des Tages besteht aus Telefonaten und Rückfragen, weil Kunden Fotos nachreichen oder Pläne fehlen.
Wie wird man SHK-Techniker Montagevorbereitung / Aufmaß Wärmepumpen?
Der übliche Weg führt über eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, danach einige Jahre Praxis und die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik oder zum Meister im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk. Auch Absolventen der Versorgungs- oder Gebäudetechnik mit Bachelor arbeiten in diesen Stellen. Quereinsteiger aus der Kältetechnik oder Elektrotechnik werden ebenfalls genommen, wenn sie hydraulische Grundlagen nachholen. Herstellerschulungen zu bestimmten Wärmepumpen, Lehrgänge zur Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und der Sachkundenachweis für Kältemittel sind verbreitet und werden oft vom Arbeitgeber bezahlt.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf liegt zwischen Baustelle und Büro. Kellerräume sind eng, staubig und manchmal feucht, Dachböden heiß, und Termine bei Kunden verteilen sich über eine größere Region, sodass viel Zeit im Auto vergeht. Gearbeitet wird überwiegend tagsüber, Schichtdienst gibt es nicht, in Phasen hoher Nachfrage aber Überstunden. Belastend ist die Verantwortung: Ein Fehler beim Aufmaß fällt erst bei der Montage auf und kostet dann Material, Zeit und Ärger mit dem Kunden. Viele Kunden sind verunsichert durch wechselnde Förderregeln und Medienberichte und erwarten Beratung, die über die Technik hinausgeht. Wer unter Zeitdruck gründlich bleiben und unklare Bestandsanlagen nüchtern bewerten kann, kommt gut zurecht.
Aussichten
Der Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf Wärmepumpen wird über Jahre Arbeit erzeugen, auch wenn die Nachfrage mit politischen Entscheidungen und Förderbedingungen schwankt, wie der Einbruch nach 2023 gezeigt hat. Fachkräfte mit Erfahrung im Bestand sind knapp. Gesucht werden sie von Handwerksbetrieben, spezialisierten Wärmepumpen-Anbietern und Herstellern. Entwicklungswege führen in die Projektleitung, in die technische Leitung eines Betriebs, in die Energieberatung mit Eintrag in die Energieeffizienz-Expertenliste oder in den technischen Außendienst eines Herstellers. Mit Meistertitel ist auch die Selbstständigkeit möglich.
Aufgaben
- Heizungsanlage, Leitungen und Heizkörper beim Kunden vor Ort aufnehmen
- Räume vermessen und Gebäudedaten für die Heizlastberechnung erfassen
- Aufstellort der Außeneinheit mit Blick auf Schallschutz und Abstände prüfen
- Heizlast berechnen und Wärmepumpe sowie Speicher auslegen
- Hydraulikschema, Materialliste und Montageplan erstellen
- Unterlagen für Förderanträge und Netzbetreiber vorbereiten
- Montage mit Installationsteam und Elektrofachbetrieb abstimmen
Voraussetzungen
- Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder vergleichbare Ausbildung
- Weiterbildung zum Techniker oder Meister, alternativ Studium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik
- Kenntnisse in Heizlastberechnung und Hydraulik
- Sicherer Umgang mit Planungs- und Berechnungssoftware
- Führerschein Klasse B
- Körperliche Fitness für Arbeiten in Kellern und auf Dachböden
- Sachliche, verständliche Kommunikation mit Kunden
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK, gefolgt von Berufspraxis und einer Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker (zwei Jahre Vollzeit oder vier Jahre berufsbegleitend) oder zum Meister. Alternativ führt ein Bachelorstudium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik von sechs bis sieben Semestern in den Beruf.
Wo man arbeitet
- SHK-Handwerksbetriebe
- Spezialisierte Wärmepumpen-Anbieter
- Hersteller von Heizungs- und Wärmepumpentechnik
- Ingenieurbüros für Gebäudetechnik
- Energieversorger mit Wärmedienstleistungen
Was du als SHK Techniker Montagevorbereitung / Aufmaß Wärmepumpen verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 3.700 € 3.200 – 4.200 €
- Mit Berufserfahrung
- 4.300 € 3.700 – 5.000 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 5.000 € 4.300 – 6.000 €
Im SHK-Handwerk gelten regionale Tarifverträge der Fachverbände mit der IG Metall, viele Betriebe sind aber nicht tarifgebunden und zahlen frei verhandelt. Am meisten verdienen meist Fachkräfte bei Herstellern und größeren Wärmepumpen-Anbietern, oft mit Dienstwagen, während kleinere Handwerksbetriebe am unteren Rand liegen.
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