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Logistik & Verkehr

Sortierer für Pakete

Paketsortierer verteilen in Paketzentren und Depots eingehende Sendungen nach Zielregionen und Zustellbezirken, beladen und entladen Fahrzeuge und arbeiten dabei meist nachts oder früh am Morgen. Der Beruf ist eine Helfertätigkeit ohne vorgeschriebene Ausbildung und körperlich fordernd.

Das Berufsbild

Was macht ein Sortierer für Pakete?

Paketsortierer sorgen dafür, dass Sendungen vom Absender zum richtigen Zustellfahrzeug kommen. In großen Paketzentren entladen sie Lkw und Wechselbrücken, legen die Pakete auf Förderbänder und achten darauf, dass die Etiketten lesbar nach oben zeigen, damit die Scanner sie erfassen. Am Ende der Sortieranlage nehmen sie die Pakete von den Rutschen und stapeln sie in Rollcontainer oder direkt in Wechselbrücken, getrennt nach Zielregion. In kleineren Zustellbasen sortieren sie die Sendungen per Handscanner nach Touren und laden die Transporter der Zusteller. Pakete, die die Maschine nicht lesen konnte, beschädigte Sendungen und Übergrößen werden von Hand nachbearbeitet. Je nach Saison gehen pro Schicht mehrere tausend Pakete durch die Hände, darunter auch schwere und sperrige Stücke.

Wie wird man Sortierer für Pakete?

Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die Einarbeitung dauert wenige Tage und umfasst Sicherheitsunterweisung, Umgang mit Scanner und Förderanlage sowie die Ladevorschriften. Viele Stellen werden über Zeitarbeitsfirmen besetzt, besonders im Weihnachtsgeschäft, das für viele der Einstieg ist. Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau genügen meist. Wer dauerhaft in der Logistik bleiben will, kann später die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen oder zum Fachlagerist machen, teils auch berufsbegleitend oder über eine Externenprüfung. Ein Staplerschein erweitert die Einsatzmöglichkeiten.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich hart. Paketsortierer stehen die ganze Schicht, heben, drehen und bücken sich ständig, oft in hohem Tempo, weil Anlagen und Abfahrtszeiten der Lkw den Takt vorgeben. Einzelne Pakete wiegen bis zu 31,5 Kilogramm, im Paketzentrum der großen Dienstleister teils mehr. Rücken-, Schulter- und Knieprobleme sind verbreitet. Die Hallen sind laut, im Winter kalt und im Sommer heiß. Gearbeitet wird vor allem nachts, am frühen Morgen und an Samstagen, im November und Dezember mit deutlich mehr Volumen und Überstunden. Viele Stellen sind Teilzeit- oder Minijobs, befristet oder über Zeitarbeit, was die finanzielle Planung schwierig macht. Die Tätigkeit ist monoton, die Bezahlung liegt häufig nahe am gesetzlichen Mindestlohn. Pünktlichkeit und Ausdauer zählen mehr als Vorwissen.

Aussichten

Durch den Onlinehandel ist die Paketmenge in den vergangenen Jahren stark gewachsen, entsprechend groß ist der Bedarf an Sortierkräften, vor allem saisonal. Gleichzeitig automatisieren die Dienstleister ihre Zentren weiter, sodass einfache Handgriffe wie das Auflegen und Vorsortieren zunehmend von Maschinen übernommen werden. Gefragt bleiben Kräfte für Verladung, Störungsbearbeitung und Sonderformate. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zur Schicht- oder Teamleitung, in die Anlagenbedienung oder nach einer Ausbildung in Lager- und Zustellberufe. Wer fest bei einem tarifgebundenen Unternehmen angestellt ist, hat deutlich bessere Bedingungen als in der Zeitarbeit.

Aufgaben

  • Lkw, Wechselbrücken und Rollcontainer entladen
  • Pakete mit dem Etikett nach oben auf Förderbänder legen
  • Sendungen von Rutschen nehmen und nach Zielregion stapeln
  • Pakete per Handscanner erfassen und Touren zuordnen
  • Zustellfahrzeuge nach Tourenreihenfolge beladen
  • unlesbare, beschädigte und sperrige Pakete von Hand bearbeiten
  • Ladung sichern und Ladepapiere prüfen

Voraussetzungen

  • keine formale Ausbildung erforderlich
  • körperliche Belastbarkeit und gesunder Rücken
  • Bereitschaft zu Nacht-, Früh- und Samstagsarbeit
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • einfache Deutschkenntnisse
  • Staplerschein von Vorteil

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt ohne Ausbildung nach einer Einarbeitung von wenigen Tagen, häufig über Zeitarbeit oder als Saisonkraft. Wer sich qualifizieren will, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen oder zum Fachlageristen mit IHK-Abschluss anschließen.

Wo man arbeitet

  • Paketzentren von Paketdienstleistern
  • Zustellbasen und Depots
  • Logistikzentren des Onlinehandels
  • Zeitarbeitsfirmen im Logistikbereich
  • Frachtzentren an Flughäfen

Was du als Sortierer für Pakete verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.450 € 2.250 – 2.800 €
Mit Berufserfahrung
2.650 € 2.350 – 3.000 €
Mit langjähriger Erfahrung
3.000 € 2.700 – 3.500 €

Entscheidend ist der Arbeitgeber: Bei der Deutschen Post und DHL gilt ein Haustarifvertrag, der spürbar über dem Mindestlohn liegt, während viele andere Dienstleister und Subunternehmer nahe am gesetzlichen Mindestlohn zahlen; in der Zeitarbeit greifen die Tarifverträge von GVP und DGB. Nachtzuschläge machen einen großen Teil des tatsächlichen Verdienstes aus, sind hier aber nicht eingerechnet.

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Gerade keine Anzeige zu diesem Beruf.

Das heißt nicht, dass niemand sucht – nur, dass heute nichts davon bei uns steht. Der Katalog bleibt trotzdem stehen, denn ein Beruf lebt länger als eine Anzeige.

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