Zum Inhalt springen

Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Studentische Aushilfe

Studentische Aushilfen unterstützen neben dem Studium Büros, Verwaltungen und Fachabteilungen bei Ablage, Datenpflege, Korrespondenz und Recherchen. Die Stelle ist in der Regel befristet und als Werkstudentenjob oder Minijob angelegt.

Das Berufsbild

Was macht eine studentische Aushilfe?

Studentische Aushilfen übernehmen in Unternehmen, Behörden und Hochschulen Aufgaben, die regelmäßig anfallen, aber keine ausgebildete Fachkraft erfordern. Im kaufmännischen Bereich heißt das: Rechnungen erfassen und ablegen, Stammdaten im ERP-System pflegen, Excel-Tabellen aktualisieren, Post und E-Mails sortieren, Telefonate annehmen, Termine koordinieren und Präsentationen vorbereiten. In Fachabteilungen wie Einkauf, Personal, Controlling oder Marketing kommen Recherchen, Auswertungen und kleinere Projektaufgaben hinzu. Wer länger bleibt und sich einarbeitet, bekommt oft eigenständige Teilaufgaben, etwa das Erstellen von Monatsberichten oder die Betreuung eines Bewerbermanagements. Am Anfang stehen dagegen häufig Routinearbeiten wie Scannen, Archivieren und Daten abgleichen.

Wie wird man studentische Aushilfe?

Voraussetzung ist eine Immatrikulation an einer Hochschule. Eine Ausbildung gibt es nicht, eingearbeitet wird im Betrieb. Gesucht werden vor allem Studierende der Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften, viele Stellen stehen aber allen Fachrichtungen offen. Gefragt sind sichere Kenntnisse in Word, Excel und Outlook, ordentliche schriftliche Ausdrucksweise und Zuverlässigkeit. Die meisten Stellen laufen als Werkstudentenvertrag, seltener als Minijob oder kurzfristige Beschäftigung. An Hochschulen heißen vergleichbare Stellen studentische Hilfskraft. Bewerbungen laufen über Stellenportale, Karriereseiten von Unternehmen, Aushänge an der Hochschule oder persönliche Kontakte. Erfahrungen aus Praktika oder Nebenjobs verbessern die Chancen.

Was der Beruf verlangt

Die größte Belastung liegt in der Vereinbarkeit mit dem Studium. Als Werkstudent darf man während der Vorlesungszeit in der Regel höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten, um die sozialversicherungsrechtlichen Vorteile zu behalten. In den Semesterferien ist mehr möglich. Prüfungsphasen fallen oft mit Abschlüssen im Betrieb zusammen, und nicht jeder Arbeitgeber reagiert darauf flexibel. Die Arbeit ist überwiegend sitzend am Bildschirm. Viele Aufgaben sind eintönig, und die Einbindung ins Team hängt stark vom Betrieb ab: Mal arbeiten Aushilfen an echten Projekten mit, mal bleiben sie bei Ablage und Datenerfassung. Verträge sind meist befristet, oft auf ein Semester oder ein Jahr, und enden spätestens mit dem Studienabschluss. Einen Anspruch auf bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es trotzdem, auch wenn das nicht jedem Arbeitgeber bewusst ist.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, besonders in Großstädten und Hochschulstandorten. Unternehmen nutzen Werkstudentenstellen auch, um künftige Fachkräfte kennenzulernen, und übernehmen gute Aushilfen nach dem Abschluss häufig in Trainee- oder Festanstellungen. Für den Lebenslauf zählt praktische Erfahrung in einer Fachabteilung oft mehr als ein reiner Nebenjob in der Gastronomie. Mit fortschreitendem Studium und Berufserfahrung steigen Verantwortung und Stundenlohn, ein Wechsel in anspruchsvollere Werkstudentenstellen etwa im Controlling, in der Personalabteilung oder im Projektmanagement ist üblich. Ein eigener Karriereweg innerhalb der Tätigkeit selbst existiert nicht, sie ist als Übergang angelegt.

Aufgaben

  • Rechnungen, Belege und Verträge erfassen und ablegen
  • Stammdaten in ERP- oder CRM-Systemen pflegen
  • Excel-Auswertungen und Berichte aktualisieren
  • Telefonate annehmen und E-Mail-Postfächer betreuen
  • Termine, Besprechungen und Dienstreisen organisieren
  • Recherchen durchführen und Präsentationen vorbereiten
  • Fachabteilungen bei Projekten und Abschlussarbeiten unterstützen

Voraussetzungen

  • Immatrikulation an einer Hochschule
  • Sichere Kenntnisse in Word, Excel und Outlook
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit bei Routineaufgaben
  • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, oft auch Englisch
  • Zeitliche Verfügbarkeit von meist 10 bis 20 Wochenstunden

Der Weg in den Beruf

Eine Ausbildung ist nicht vorgesehen, entscheidend ist der Studierendenstatus. Die Einarbeitung erfolgt im Betrieb und dauert meist wenige Tage bis Wochen. Die Beschäftigung läuft in der Regel als Werkstudentenvertrag oder Minijob und endet mit dem Studienabschluss.

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Handelsunternehmen
  • Banken und Versicherungen
  • Beratungs- und Steuerkanzleien
  • Öffentliche Verwaltung und Behörden
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Was du als Studentische Aushilfe verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.500 € 2.200 – 2.900 €
Mit Berufserfahrung
2.750 € 2.400 – 3.150 €
Mit langjähriger Erfahrung
3.000 € 2.600 – 3.500 €

Studentische Aushilfen werden nach Stundenlohn bezahlt und arbeiten fast nie Vollzeit, die Werte sind auf Vollzeit hochgerechnet und liegen nahe am gesetzlichen Mindestlohn bis deutlich darüber. Am meisten zahlen große Unternehmen aus Industrie, Finanzwirtschaft und Beratung, ein Tarifvertrag gilt meist nicht, an Hochschulen richtet sich der Lohn studentischer Hilfskräfte nach den Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder.

Gehalt als Studentische Aushilfe nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →

Offene Stellen als Studentische Aushilfe

Alle Anzeigen zu diesem Beruf →

Alle Stellen in Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Verwandte Berufe