Verkäufer / Quereinsteiger Bedientheke / Metzgerei
Verkäuferinnen und Verkäufer an der Bedientheke einer Metzgerei beraten Kundschaft, schneiden und wiegen Fleisch, Wurst und Käse ab und halten die Theke hygienisch sauber. Der Beruf ist auch ohne Ausbildung als Quereinstieg zugänglich.
Das Berufsbild
Was macht ein Verkäufer an der Metzgereitheke?
Die Arbeit spielt sich hinter der Bedientheke einer Fleischerei oder der Frischetheke eines Supermarkts ab. Morgens wird die Theke bestückt: Fleischstücke, Aufschnitt, Salate und Käse werden ansprechend angerichtet, Preisschilder gesteckt, Temperaturen kontrolliert. Im Verkauf nehmen die Beschäftigten Wünsche entgegen, schneiden Wurst an der Aufschnittmaschine, portionieren Schnitzel oder Gulasch, wiegen ab, verpacken und kassieren. Dazu gehört Beratung: welches Stück sich für einen Schmorbraten eignet, wie lange ein Rinderfilet ruhen muss, welche Zutaten Allergiker meiden sollten. In vielen Metzgereien kommen ein warmer Mittagstisch, belegte Brötchen und Partyplatten hinzu. Nach Ladenschluss wird die Theke geräumt, Ware fachgerecht eingelagert und alles gründlich gereinigt. Bestellungen annehmen, Ware nachfüllen und Hygienelisten führen gehören ebenfalls zum Alltag.
Wie wird man Verkäufer an der Bedientheke?
Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachverkäuferin oder zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Fleischerei. Viele Betriebe stellen wegen des Personalmangels aber auch Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse ein und arbeiten sie einige Wochen im Betrieb ein. Erfahrung im Verkauf, in der Gastronomie oder in einer Küche hilft beim Start. Pflicht ist eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt, die oft der Arbeitgeber organisiert. Wer länger bleibt, kann die Ausbildung als Externenprüfung bei der Handwerkskammer nachholen, wenn genug Berufspraxis vorliegt.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet fast vollständig im Stehen statt, oft acht Stunden lang auf hartem Boden. Die Theke ist gekühlt, Kühlräume sind kalt, gleichzeitig wird es im Laden beim Mittagstisch warm. Rohes Fleisch, Gerüche und der Umgang mit scharfen Messern und Maschinen müssen einem liegen. Die Arbeitszeiten beginnen früh, häufig gegen sechs Uhr, und schließen Samstage ein; in Supermärkten wird bis in den Abend gearbeitet. Vor Feiertagen und am Wochenende ist der Andrang groß, dann zählt Tempo bei gleichbleibender Freundlichkeit. Hygienevorschriften sind streng und lassen keine Nachlässigkeit zu. Das Gehalt liegt im unteren Bereich und bewegt sich vor allem bei Quereinsteigern oft nahe am Mindestlohn. Viele Stellen sind Teilzeit oder Minijobs.
Aussichten
Die Nachfrage nach Personal ist hoch. Metzgereien suchen seit Jahren vergeblich nach Verkaufskräften, und auch die Frischetheken im Lebensmitteleinzelhandel sind oft unterbesetzt. Die Zahl der handwerklichen Fleischereien sinkt zwar, die verbliebenen Betriebe haben aber Mühe, ihre Filialen zu besetzen. Für Quereinsteiger bedeutet das gute Chancen auf eine Stelle, auch nach längerer Pause oder in Teilzeit. Wer sich bewährt, kann stellvertretende Filialleitung oder Filialleitung übernehmen, sich im Catering und Partyservice spezialisieren oder nach der Ausbildung eine Weiterbildung zum Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk machen. Mit abgeschlossener Ausbildung steigt das Gehalt spürbar.
Aufgaben
- Theke morgens bestücken und Ware ansprechend anrichten
- Kundschaft zu Fleischsorten, Zubereitung und Inhaltsstoffen beraten
- Wurst und Käse aufschneiden, Fleisch portionieren und abwiegen
- Ware verpacken, auszeichnen und kassieren
- Mittagstisch, belegte Brötchen und Partyplatten vorbereiten
- Bestellungen annehmen und Vorbestellungen bereitstellen
- Kühltemperaturen prüfen und Hygienelisten führen
- Theke, Maschinen und Arbeitsflächen nach Ladenschluss reinigen
Voraussetzungen
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (Gesundheitszeugnis)
- Freundlicher Umgang mit Kundschaft auch bei hohem Andrang
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Arbeit in Kühlräumen
- Keine Abneigung gegen rohes Fleisch und dessen Geruch
- Sorgfalt bei Hygiene und sicherer Umgang mit Messern und Schneidemaschinen
- Grundrechnen für Wiegen, Preise und Kasse
- Für den Ausbildungsweg meist ein Hauptschulabschluss
Der Weg in den Beruf
Der reguläre Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachverkäuferin oder zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Fleischerei, mit Abschluss vor der Handwerkskammer. Quereinsteiger werden nach einer Einarbeitung von wenigen Wochen eingesetzt und können den Abschluss später über die Externenprüfung nachholen.
Wo man arbeitet
- Handwerkliche Metzgereien und Fleischereien
- Filialen von Metzgereiketten
- Frischetheken in Supermärkten und Verbrauchermärkten
- Hofläden und Direktvermarkter
- Partyservice- und Cateringbetriebe von Metzgereien
Was du als Verkäufer / Quereinsteiger Bedientheke / Metzgerei verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 2.350 € 2.200 – 2.600 €
- Mit Berufserfahrung
- 2.600 € 2.350 – 2.900 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 3.000 € 2.700 – 3.500 €
Am stärksten zählt, ob in einer handwerklichen Metzgerei oder an der Frischetheke eines tarifgebundenen Supermarkts gearbeitet wird: Dort gilt der Tarifvertrag des Einzelhandels (ver.di/HDE) und liegt meist deutlich über dem Fleischerhandwerk, dessen regionale Tarifverträge der Landesinnungsverbände viele kleine Betriebe gar nicht anwenden. Ungelernte Quereinsteiger werden oft nahe am gesetzlichen Mindestlohn bezahlt, eine abgeschlossene Ausbildung und Filialverantwortung heben das Gehalt.
Gehalt als Verkäufer / Quereinsteiger Bedientheke / Metzgerei nach Bundesland → Was dir in der Ausbildung zusteht →
Offene Stellen als Verkäufer / Quereinsteiger Bedientheke / Metzgerei
Alle Anzeigen zu diesem Beruf →-
Direkteinstieg
-
Direkteinstieg
-
Direkteinstieg
-
Direkteinstieg
-
Direkteinstieg
-
Direkteinstieg
-
Direkteinstieg
-
Direkteinstieg