Auszubildende Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie
Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie betreuen Gäste im Restaurant, servieren Speisen und Getränke und organisieren Feiern, Bankette und Tagungen. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit der IHK-Prüfung ab.
Das Berufsbild
Was machen Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie?
Der Beruf hat 2022 den früheren Restaurantfachmann abgelöst und legt mehr Gewicht auf Veranstaltungen. Im Restaurant empfangen die Fachleute Gäste, weisen Tische zu, erklären die Karte, empfehlen passende Weine und nehmen Bestellungen auf. Sie tragen Teller, schenken Getränke aus, räumen ab und kassieren am Ende. Vor dem Service decken sie Tische ein, polieren Gläser, falten Servietten und füllen Vorräte auf. Bei Hochzeiten, Firmenfeiern, Kongressen oder Buffets planen sie mit Kunden den Ablauf, kalkulieren Angebote, stellen Tische und Technik auf und koordinieren am Abend das Servicepersonal. Dazu kommen Warenannahme, Lagerkontrolle, Kassensysteme und der Umgang mit Beschwerden. Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden diese Aufgaben Schritt für Schritt im Betrieb, ergänzt durch Unterricht in der Berufsschule.
Wie wird man Fachmann oder Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie?
Der Weg führt über eine duale Ausbildung von drei Jahren im Betrieb und an der Berufsschule. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen Bewerberinnen und Bewerber mit Haupt- oder mittlerem Schulabschluss ein. Das erste Jahr ist mit den anderen Gastronomieberufen weitgehend gleich. Wer nach zwei Jahren aufhört, kann die Prüfung als Fachkraft für Gastronomie ablegen und später verkürzt weitermachen. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Vor Arbeitsbeginn ist eine Belehrung durch das Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz nötig. Quereinsteiger mit Serviceerfahrung können über eine Externenprüfung bei der IHK zum Abschluss kommen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet dann statt, wenn andere frei haben: abends, an Wochenenden, an Feiertagen und in der Saison oft mit wenig Pausen. Geteilte Dienste mit langer Mittagspause sind in vielen Restaurants üblich. Für Auszubildende unter 18 Jahren gelten die Grenzen des Jugendarbeitsschutzgesetzes, in der Praxis wird das nicht überall sauber eingehalten. Körperlich ist der Beruf anstrengend, weil fast die ganze Schicht im Stehen und Gehen vergeht und Tabletts, Getränkekisten und Tische getragen werden. Bei Großveranstaltungen kommt Zeitdruck hinzu, wenn hundert Teller gleichzeitig auf den Tisch müssen. Schwierige oder unhöfliche Gäste gehören zum Alltag, freundlich bleiben muss man trotzdem. Die Ausbildungsvergütung und das spätere Gehalt sind im Vergleich zu anderen Branchen niedrig, Trinkgeld gleicht das je nach Haus nur teilweise aus. Die Qualität der Ausbildung schwankt stark zwischen den Betrieben, und viele Auszubildende brechen ab.
Aussichten
Die Gastronomie sucht seit Jahren Personal, ausgebildete Fachkräfte finden in der Regel schnell eine Stelle, auch im Ausland oder auf Kreuzfahrtschiffen. Wer nach der Ausbildung Erfahrung sammelt, kann zur Chef de Rang, zum Oberkellner, zur Bankettleitung oder in die Restaurantleitung aufsteigen. Weiterbildungen führen zum Restaurantmeister, zur staatlich geprüften Betriebswirtin für Hotellerie und Gastronomie, zum Sommelier oder Barmeister. Mit Hochschulreife steht auch ein Studium im Hotel- oder Eventmanagement offen. Einige gründen später einen eigenen Betrieb oder wechseln in den Catering- und Eventbereich.
Aufgaben
- Gäste empfangen, platzieren und zu Speisen und Getränken beraten
- Bestellungen aufnehmen, servieren und abräumen
- Tische eindecken und Festtafeln dekorieren
- Getränke zubereiten und Weine fachgerecht ausschenken
- Bankette, Feiern und Tagungen planen und mit Kunden abstimmen
- Angebote kalkulieren und Rechnungen am Kassensystem erstellen
- Waren annehmen, lagern und Bestände kontrollieren
- Reklamationen von Gästen entgegennehmen und lösen
Voraussetzungen
- In der Regel Haupt- oder mittlerer Schulabschluss
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt
- Freundliches, sicheres Auftreten im Umgang mit Gästen
- Belastbarkeit für langes Stehen, Gehen und Tragen
- Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
- Grundkenntnisse in Englisch und sicheres Kopfrechnen
Der Weg in den Beruf
Duale Ausbildung über drei Jahre in einem Gastronomiebetrieb und an der Berufsschule, Abschluss mit der Prüfung vor der IHK. Nach zwei Jahren ist ein Abschluss als Fachkraft für Gastronomie möglich, eine Verkürzung bei Abitur oder guten Leistungen ebenfalls.
Wo man arbeitet
- Restaurants
- Hotels mit Restaurant- und Bankettbetrieb
- Catering- und Eventunternehmen
- Kongress- und Veranstaltungszentren
- Kreuzfahrtschiffe
- Systemgastronomie und Kantinen
Was du als Auszubildende Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie verdienst
Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.
- Berufseinstieg
- 2.450 € 2.200 – 2.800 €
- Mit Berufserfahrung
- 2.750 € 2.400 – 3.100 €
- Mit langjähriger Erfahrung
- 3.300 € 2.800 – 4.000 €
Maßgeblich sind die Entgelttarifverträge des DEHOGA, die je Bundesland ausgehandelt werden und nicht für alle Betriebe gelten; außerhalb des Tarifs liegt der Lohn oft nahe am Mindestlohn, während gehobene Hotels und Kongresshäuser mehr zahlen und Trinkgeld je nach Haus deutlich hinzukommt. Die Ausbildungsvergütung liegt in tarifgebundenen Betrieben je nach Bundesland und Ausbildungsjahr grob zwischen 1.000 und 1.300 Euro im Monat, sonst gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
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