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Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Empfangsmitarbeiter / Security

Empfangsmitarbeiter im Sicherheitsdienst empfangen Besucher in Bürogebäuden, Behörden oder Unternehmenszentralen, kontrollieren Zutritte und sorgen für Ordnung und Sicherheit im Eingangsbereich.

Das Berufsbild

Was macht ein Empfangsmitarbeiter / Security?

Der Beruf verbindet zwei Rollen: die freundliche erste Anlaufstelle eines Gebäudes und die Kontrolle darüber, wer hinein darf. Am Empfangstresen werden Besucher begrüßt, angemeldet und mit Besucherausweisen ausgestattet. Mitarbeitende sprechen mit Gastgebern im Haus, nehmen Telefonate an, verteilen Post und Pakete und beantworten Fragen. Gleichzeitig behalten sie Kameras, Alarmanlagen und Zutrittssysteme im Blick, prüfen Ausweise, sperren verlorene Karten und geben Schlüssel gegen Unterschrift aus. Zu festen Zeiten oder nach Dienstanweisung gehen sie Kontrollrundgänge, schließen Türen und prüfen Notausgänge. Bei Alarm, medizinischem Notfall oder Streit mit einem Besucher sind sie die Ersten vor Ort, leisten Erste Hilfe, verständigen Polizei oder Feuerwehr und dokumentieren den Vorfall im Wachbuch. Ein großer Teil der Arbeit ist Routine, die in seltenen Momenten schnelles Handeln verlangt.

Wie wird man Empfangsmitarbeiter / Security?

Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, der Quereinstieg ist der übliche Weg. Gesetzlich verlangt ist nach § 34a der Gewerbeordnung mindestens die Unterrichtung bei der IHK, ein Kurs von 40 Unterrichtsstunden ohne Prüfung. Viele Arbeitgeber erwarten die Sachkundeprüfung, die Rechtskenntnisse, Umgang mit Menschen und Verhalten in Gefahrensituationen abfragt. Dazu kommen ein einwandfreies Führungszeugnis, die Zuverlässigkeitsprüfung durch die Behörde und die Eintragung ins Bewacherregister. Wer sich weiterentwickeln will, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen. Auch Erfahrung aus Hotelrezeption, Büro oder Kundenservice wird gern gesehen, ebenso ein Erste-Hilfe-Kurs und Englischkenntnisse.

Was der Beruf verlangt

Die meisten Stellen laufen im Schichtdienst, bei rund um die Uhr besetzten Empfängen auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Schichten von zehn oder zwölf Stunden sind in der Branche verbreitet. Körperlich ist die Arbeit nicht schwer, aber langes Sitzen oder Stehen am Tresen ermüdet, ebenso Rundgänge über mehrere Etagen. Schwierig ist oft der Wechsel zwischen Langeweile und plötzlicher Anspannung: Wer stundenlang Monitore beobachtet, muss trotzdem wach bleiben. Im Umgang mit Menschen braucht es Geduld und eine klare Haltung, etwa wenn ein Besucher ohne Termin hinein will oder jemand ausfällig wird. Gepflegtes Auftreten und Dienstkleidung gehören dazu. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, viele Beschäftigte sind bei Sicherheitsdienstleistern angestellt und werden von Objekt zu Objekt eingesetzt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und eher steigend, weil Unternehmen, Behörden und Kliniken Sicherheitsaufgaben zunehmend an Dienstleister vergeben. Der Einstieg gelingt meist schnell. Gleichzeitig ersetzen digitale Besuchersysteme und Zutrittsterminals einfache Empfangsaufgaben, sodass Personen mit Sachkundeprüfung, Sprachkenntnissen und technischem Verständnis bessere Chancen haben. Aufstiegswege führen zur Schichtleitung, zur Objektleitung oder über die Weiterbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft und zum Meister für Schutz und Sicherheit. Wer die Empfangsseite stärker ausbauen will, kann in Hotellerie, Facility Management oder Büroorganisation wechseln.

Aufgaben

  • Besucher empfangen, anmelden und Besucherausweise ausgeben
  • Zutrittsberechtigungen prüfen und Ausweiskarten verwalten
  • Videoüberwachung, Brandmelde- und Alarmanlagen beobachten
  • Kontrollrundgänge durch Gebäude und Außengelände gehen
  • Telefonate annehmen, Post und Pakete entgegennehmen
  • Schlüssel gegen Quittung ausgeben und zurücknehmen
  • Bei Notfällen Erste Hilfe leisten und Rettungskräfte verständigen
  • Vorkommnisse im Wachbuch oder digitalen Protokoll dokumentieren

Voraussetzungen

  • Unterrichtungsnachweis oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO
  • Einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
  • Gute Deutschkenntnisse, häufig auch Grundkenntnisse in Englisch
  • Freundliches, bestimmtes Auftreten und Ruhe in Konfliktsituationen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
  • Grundlegende PC-Kenntnisse für Besucher- und Zutrittssysteme
  • Gültige Erste-Hilfe-Ausbildung

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist der Quereinstieg mit der 40-stündigen IHK-Unterrichtung oder der Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die sich in wenigen Wochen vorbereiten lässt. Alternativ führt die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit IHK-Abschluss in den Beruf.

Wo man arbeitet

  • Sicherheits- und Bewachungsunternehmen
  • Bürogebäude und Unternehmenszentralen
  • Behörden und öffentliche Verwaltungen
  • Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen
  • Industrie- und Logistikstandorte

Was du als Empfangsmitarbeiter / Security verdienst

Monatsbrutto in Euro, bundesweit, nach Berufserfahrung.

Berufseinstieg
2.450 € 2.200 – 2.800 €
Mit Berufserfahrung
2.700 € 2.400 – 3.100 €
Mit langjähriger Erfahrung
3.200 € 2.800 – 3.900 €

Bei Sicherheitsdienstleistern gelten meist die regionalen Entgelttarifverträge für das Wach- und Sicherheitsgewerbe (BDSW), deren Stundenlöhne sich je nach Bundesland und Einsatzart deutlich unterscheiden. Mehr verdienen in der Regel Beschäftigte mit Sachkundeprüfung, in Schichtleitungsfunktion oder direkt bei Unternehmen und im öffentlichen Dienst nach TVöD angestellte Kräfte, zudem erhöhen Nacht- und Feiertagszuschläge das tatsächliche Einkommen.

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